• 12.10.2011, 14:58:23
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FPÖ-Jannach: Noch viel Diskussionsbedarf bei Agrarreform

Wien (OTS) - "Die Legislativvorschläge die von EU-Agrarkommissar
Ciolos präsentiert wurden, müssen jetzt intensivst und raschest im
österreichischen Parlament diskutiert werden", fordert der
freiheitliche Agrarsprecher, NAbg. Harald Jannach, "denn mit den
vorliegenden Plänen scheinen massive Änderungen auf die
österreichischen Bauern zuzukommen."

Die Einführung einer Förderobergrenze - vorgesehen sind 300.000 Euro
- sowie eine Berücksichtigung der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft
ist begrüßenswert. "Wir hätten uns jedoch eine noch niedrigere
Förderobergrenze gewünscht", so Jannach. In Österreich erhalten 97 %
der landwirtschaftlichen Betriebe laut Transparenzdatenbank unter
50.000 Euro pro Jahr.

"Auch die Zielsetzung, nur noch "aktive Landwirte" zu fördern,
entspricht den freiheitlichen Vorstellungen", vermerkt Jannach. Nicht
klar erscheint jedoch, wie die Abgrenzung vorgenommen werden wird.

Genau unter die Lupe zu nehmen ist bei einer Umschichtung von Geldern
der 1. Säule der Agrarpolitik in die 2. Säule der dadurch entstehende
bürokratische Aufwand, zusätzlich zu der schon bisher für die
Landwirte kaum zu bewältigenden Bürokratie.

"Völlig inakzeptabel ist der Vorschlag von Flächenstilllegungen",
urteilt Jannach. "Produktive Ackerflächen im Ausmaß von 7 % einfach
brachliegen zu lassen, dafür möglicherweise noch Prämien zu zahlen,
ist absolut nicht nachvollziehbar", so Jannach. Jannach weist darauf
hin, dass die Weltbevölkerung steigt und ernährt werden muß und
regenerative Energien in Zukunft fossile Rohstoffe ersetzen sollen:
"Flächenstillegungen stehen zu den Herausforderungen der
gesellschaftlichen Entwicklung in krassem Widerspruch!"

Ebenfalls genau betrachtet werden muß die mögliche neue Einteilung
der Österreichischen Landwirte in eine neue Gebietskulisse. Derzeit
befinden sich viele österreichische Betriebe aufgrund ihrer
geographischen Lage in den sogenannten "benachteiligten Gebieten".
"Eine Neueinteilung darf nicht zu Lasten, österreichischen
Bergbauern-Betriebe gehen", fordert Jannach abschließend.

Rückfragehinweis:

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