- 11.10.2011, 13:35:54
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FPÖ: Neubauer: Längst von der FPÖ geforderte Reformen im Pensionssystem werden nun endlich aufgegriffen!
Für Schwerarbeiter müssen 45 Jahre genug sein - Privilegienabbau im staatsnahen Bereich gefordert
Wien (OTS) - "Es ist sehr erfreulich, dass die Not nun
offensichtlich auch dem Willen zu Reformen den Weg ebnet und einige
der längst überfälligen Reformen im Pensionssystem durchgeführt
werden sollen. Zum Großteil werden damit die seit Jahren von der FPÖ
eingeforderten Maßnahmen aufgegriffen", stellte heute der
freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer zu den
Vorschlägen der Sozialpartner fest.
"Dass das faktische Pensionsalter an das gesetzliche herangeführt
werden muss, ist keine Neuigkeit. Ebenso wenig, dass dies nur durch
dementsprechende Anreize möglich sein wird. Weiters muss auch der
Arbeitsmarkt für ältere Arbeitnehmer adaptiert werden sowie in die
Verbesserung bzw. Prävention der Gesundheit investiert werden. Auch
bei der Invaliditätspension muss angesetzt werden, hier ist mehr
Gerechtigkeit gefordert. Wer tatsächlich nicht mehr arbeiten kann,
soll sie weiterhin in Anspruch nehmen können, und sonst niemand", so
Neubauer weiter.
Ein Auslaufen der Hacklerregelung ist aus freiheitlicher Sicht dort
zu begrüßen, wo sie bisher nur dazu diente, mit allen Vorteilen rasch
in eine wohldotierte Pension zu entschlüpfen. Dennoch müssen 45 Jahre
genug sein. "Tüchtige Menschen, die unter die Schwerarbeiterregelung
fallen, sollen wegen arbeitsbedingter, körperlicher
Beeinträchtigungen nicht plötzlich ins Uferlose fallen, für sie muss
es Lösungen geben", stellt Neubauer fest.
Finanzielle Anreize zu schaffen, wenn länger gearbeitet wird, obwohl
ein gesetzlicher Pensionsanspuch besteht, sieht auch Neubauer als
guten Lösungsansatz. Die Frage werde wohl sein, wer diese
zusätzlichen Kosten übernehmen wird, die Wirtschaft ja wohl nicht.
"Auch wenn nun endlich ein Schritt in die richtige Richtung erfolgen
sollte, so fehlen mir hier doch sehr wichtige weitere Reformen, wie
eine Vereinheitlichung der Systeme und der Privilegienabbau im
staatsnahen Bereich, etwa bei den ÖBB und der Österreichischen
Nationalbank, wo SPÖ und ÖVP seit jeher die dringend notwendigen
Reformen blockieren. Wie will man dem durchschnittlichen
ASVG-Pensionisten erklären, dass er länger arbeiten soll, wenn man
bei der ÖBB aktuell mit 52(!) Jahren in Pension geht und eine
Angleichung an das gesetzliche Antrittsalter nach derzeitigen Plänen
erst in zwanzig Jahren erfolgen wird?", so Neubauer abschließend.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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