• 10.10.2011, 13:06:43
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  • OTS0155 OTW0155

Sozialpartner-Dialog: Demografie und soziale Systeme

Alterung der Gesellschaft mit Investitionen in Wachstum, Beschäftigung und Bildung begegnen

Wien (OTS/ÖGB) - Wir werden immer älter und bekommen immer weniger
Kinder. Klar ist, dass die Alterung der Bevölkerung erhebliche
Auswirkungen auf fast alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens
haben wird (Wirtschaft, Sozialsysteme, Wohnen, Verkehr, etc.). Der
demografische Wandel ist einer der zentralen Herausforderungen, die
es zu bewältigen gilt. Beim Sozialpartner-Dialog haben die
Präsidenten von WKÖ, BAK, ÖGB und LKÖ Ziele und Maßnahmen
präsentiert. Wesentlich sind nachhaltige Lösungen für die gezielte
Förderung von Wachstum und Beschäftigung. Insbesondere soll das
Beschäftigungspotenzial von Jugendlichen, Älteren, Frauen und
MigrantInnen besser genutzt werden; anzusetzen gilt es in erster
Linie bei Aus- und Weiterbildung sowie bei Pensionen, Gesundheit und
Prävention.++++

Beschäftigungsquote erhöhen

Nach den Bevölkerungsvorausschätzungen der Statistik Austria wird bis
2050 auf zwei Personen im Erwerbsalter eine Person über 65 kommen. Je
besser es gelingt, eine möglichst große Zahl von Menschen aller
Altersgruppen in das Erwerbsleben zu integrieren und sie länger im
Erwerbsleben zu halten, desto weniger stark wird die ökonomische
Abhängigkeitsquote in die Höhe gehen. Konkret haben sich die
Sozialpartner auf folgende Handlungsfelder geeinigt:

+ Unterstützung beim Übergang Schule - Beruf
+ längerer Verbleib der Älteren in Beschäftigung
+ Schaffung alternsgerechter Arbeitsplätze
+ Reduktion der hohen Invalidisierungsraten
+ Schaffung einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie,
+ bessere Arbeitsmarkt-Integration von Menschen mit
Migrationshintergrund
+ Reduktion der Arbeitslosigkeit
+ Abbau von Qualifikationsdefiziten
+ Anpassung von Qualifikationen auf die Nachfrage am Arbeitsmarkt

Inländisches Arbeitskräftepotenzial ausschöpfen

Der Arbeitskräftebedarf soll vorrangig durch jene Menschen gedeckt
werden, die bereits in Österreich leben. AysylwerberInnen etwa sollen
sechs Monate nach Asylantragsstellung eine befristete
Beschäftigungsbewilligung erhalten. Besonders jugendlichen
Asylwerberinnen soll mit der Möglichkeit der Lehrausbildung eine neue
Perspektive geschaffen werden.

Laut Statistik Austria ist aber eine weitere Zuwanderung
erforderlich. Mit der von den Sozialpartnern initiierten
Rot-Weiß-Rot-Card wurde bereits die Basis geschaffen, dass diese
Zuwanderung nach dem Bedarf des Arbeitsmarkts und in qualifizierter
Form erfolgt. Die Sozialpartner regen außerdem an, Maßnahmen zur
Rückkehr von hochqualifizierten ÖsterreicherInnen, die abgewandert
sind, zu entwickeln.

Arbeitsmarkt verlangt höhere Qualifikation

Die Tendenz geht zu immer höherer Qualifikation. Prognosen zeigen,
dass die Beschäftigung mittel- und hochqualifizierter Menschen
steigen wird, diejenige der unqualifizierten aber stark rückläufig
ist. Die Sozialpartner empfehlen:

+ Geförderte Weiterbildung, auch für ältere Beschäftigte
+ Aktive Arbeitsmarktpolitik, qualifizierte Migrationspolitik
+ Attraktivierung der Fachkräfteausbildung, auch durch höhere
Durchlässigkeit
+ Leichteres Nachholen von Bildungsabschlüssen
+ Bildungsangebote verstärkt der Nachfrage der Wirtschaft anpassen
+ Reduktion der Jugendlichen ohne Pflichtschulabschluss, schrittweise
Einführung einer Ausbildungspflicht

Rückfragehinweis:

ÖGB-Öffentlichkeitsarbeit
   Nani Kauer, MA
   Tel.: (01) 53 444-39261
   Mobil: (0664) 614 59 15
      
   WKÖ, Stabsabteilung Presse
   Mag. Rupert Haberson
   Tel.: 0590 900-4362
      
   AK Wien Kommunikation
   Thomas Angerer
   Tel.: (01) 501 65-2578
   Mobil: (0664) 202 47 29
       
   LK Österreich Kommunikation
   Dr. Josef Siffert
   Tel.: (01)53 441-8521
   Mobil: (0676) 834418521
   
   www.sozialpartner.at

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