• 10.10.2011, 12:21:05
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FPÖ: Belakowitsch-Jenewein fordert gründliche Untersuchung des Todes einer 17jährigen in Linzer Nervenklinik

Neues Gutachten widerspricht bisherigen Aussagen - Verdacht der Überdosierung von Narkosemittel

Wien (OTS) - Nach dem Auftauchen eines neuen Gutachtens über den
Tod der 17jährigen Barbara Y. in der Linzer Landesnervenklinik
Wagner-Jauregg im Mai dieses Jahres zeigen sich nun die schlimmsten
Befürchtungen bestätigt. Das Mädchen wies eine weit erhöhte
Konzentration eines Narkosemittels im Blut auf, wie Medien berichten.
Sogar von einer möglicherweise tödlichen Dosis ist die Rede.
"Auffallend ruhig verhält sich in diesem Zusammenhang die Gutachterin
Kastner. Immerhin war es ihre Expertise, die die Glaubwürdigkeit des
Mädchens erschütterte, während die Psychiater in Linz sehr wohl davon
ausgingen, dass aufgrund der posttraumatischen Störungen klar von
Gewalterlebnissen in der Vergangenheit auszugehen war", stellt die
freiheitliche Gesundheitssprecherin NAbg. Dagmar
Belakowitsch-Jenewein fest. Das Mädchen hatte ihren Großeltern und
deren Nachbarn vorgeworfen, sie jahrelang gequält und sexuell
missbraucht zu haben. Nach Zweifeln an der Glaubwürdigkeit wurden
diese aus der U-Haft wieder entlassen. Wenig später starb das Mädchen
in der Linzer Nervenklinik unter mysteriösen Umständen.

"Auch wenn meine Anfrage nach dem zeitlichen Ablauf von diversen
Gutachten und Therapien bis hin zum künstlichen Tiefschlaf nicht
beantwortet wurden, wird es nun auch vom Gesundheitsminister eine
Stellungnahme geben müssen. Dies als bedauerlichen Zwischenfall
abzutun und zur Tagesordnung überzugehen, kann nicht sein", so
Belakowitsch-Jenewein. In diesem Fall würden Gutachten und Aussagen
gegensätzlichen Inhaltes aneinander prallen. "Diese Tragödie gehört
daher ordentlich aufgearbeitet. Minister Stöger muss sich gut
überlegen, ob er auch weiterhin möchte, dass künstlicher Tiefschlaf
mit allen seinen Folgen als 'Therapieform' eingesetzt wird", erklärt
die FPÖ-Gesundheitssprecherin.

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
   mailto:[email protected]
   
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