• 10.10.2011, 09:02:49
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GLOBAL 2000 an BM Berlakovich: Kyotoprotokoll muss gerettet werden!

JugendaktivistInnen aus ganz Europa reisen zum Ministerrat: Umweltminister müssen sich für mehr Klimaschutz einzusetzen

Wien (OTS) - Heute findet der Umweltministerrat in Luxemburg
statt, an dem die EU-Umweltminister eine Positionierung zur
Klimakonferenz in Durban entscheiden sollen. Im Zentrum der Debatte
steht das Kyotoprotokoll, das 2012 ausläuft. "Kommt es in Durban zu
keiner Entscheidung, würde das das Ende des Kyoto-Protokolls
bedeuten. Das wäre ein herber Rückschlag für die ohnehin schwierigen
Verhandlungen. Wir erwarten von Minister Berlakovich, dass er sich
klar für eine zweite Verpflichtungsperiode des Kyotoprotokolls
starkmacht," fordert Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL
2000. Die Positionierung der EU in dieser wichtigen Frage wird mit
Spannung erwartet und ist mitentscheidend dafür, ob die Verhandlungen
in Durban einen Schritt vorwärts machen.

Jugend fordert Klimaschutz

AktivistInnen der Jugendgruppe von GLOBAL 2000 treffen heute
Umweltminister Berlakovich in Luxemburg und übergeben ihm die
Forderungen der Jugendlichen aus ganz Europa, die sich vor dem
Ministerrat versammeln. Eine Cent-Münze steht dabei symbolisch dafür,
dass die Jugend für Investitionen in den Klimaschutz bereit ist. Die
Kampagne "Push Europe", bei der Jugendliche europaweit einen Cent an
ihre Regierungen überweisen, wird in Österreich am 22. Oktober
starten. "Es geht um unsere Zukunft, denn Klimaschutz geht uns alle
an. Die Jugend ist jedenfalls bereit für Klimaschutz - jetzt müssen
die Regierungen aber auch handeln," sagt Juliana Okropiridse,
Jugendkoordinatorin von GLOBAL 2000. Ziel der Aktion ist es, Druck
auf die EU-Umweltminister aufzubauen, einer Erhöhung der Klimaziele
zuzustimmen.

Klimaschutz steigt im Eurobarometer

"Umweltminister Berlakovich behindert bis dato ein Weiterkommen der
EU. Eine Erhöhung der EU-Ziele wäre aber ein wichtiger Akzent bei den
internationalen Klimaverhandlungen, der zeigen würde, dass man es
ernst meint mit Klimaschutz", erläutert Wahlmüller. Europaweit hat
sich bereits eine Gruppe von sieben Umweltministern, darunter der
deutsche Umweltminister Röttgen, gebildet, die sich für höhere
Klimaziele auf EU-Ebene einsetzen. Mit Recht, denn eine neue
Eurbarometer-Studie zeigt, dass zwei von drei Europäern den
Klimawandel als sehr ernsthaftes Problem ansehen. Gleichzeitig sehen
80 Prozent der EU-BürgerInnen Chancen im Aufbau einer CO2-armen
Gesellschaft und damit verbunden der Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Auch die Österreicher denken so: 55 Prozent der Österreicher sehen
den Klimawandel sogar als die größte Bedrohung an, mit der die Welt
derzeit konfrontiert ist. Damit räumen die Österreicher und
Österreicherinnen der Bekämpfung des Klimawandels sogar einen höheren
Stellenwert ein als der Bekämpfung der Wirtschaftskrise. "Diese
Ergebnisse müssen jetzt auch unseren Politikern Mut machen:
Umweltminister Berlakovich sollte deshalb seine ablehnende Haltung
gegenüber mehr Klimaschutz dringend überdenken - die Bevölkerung
Österreichs ist bereit für grüne Energie und die Arbeitsplätze, die
beim Aufbau einer kohlenstoffarmen Gesellschaft geschaffen werden",
sagt Wahlmüller und fordert: "Herr Minister Berlakovich, blockieren
sie nicht länger die Erhöhung der EU-Klimaziele!"

Bilder von der Jugend-Aktion beim Umweltministerrat sind ab etwa 13h
auf www.global2000.at zum Download verfügbar.

Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000
Nunu Kaller/Simonne Baur
Tel.: +43 699 1 42000 20/ +43 699 1 42000 23
mailto:[email protected]
www.global2000.at

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