• 04.10.2011, 09:16:56
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GLOBAL 2000: Minister Stöger bei BPA-Verbot für Babyschnuller säumig

Babyschnuller und kindernahe Produkte dürfen kein Gesundheitsrisiko sein - Angekündigtes Verbot endlich umsetzen!

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 fordert,
dass Gesundheitsminister Alois Stöger endlich, wie vor einem Jahr
angekündigt, das Verbot der Chemikalie Bisphenol A (BPA) in
Babyschnullern umsetzt. Nach einer Kampagne von GLOBAL 2000 kündigte
das Gesundheitsministerium ein nationales Verbot von Bisphenol A in
allen kindernahen Produkten für Anfang 2011 an. "Wir sind enttäuscht,
dass die Hormonchemikalie BPA immer noch für Babyschnuller und andere
kindernahe Produkte erlaubt ist" , sagt Dr. Klaus Kastenhofer,
Mediziner und Geschäftsführer von GLOBAL 2000. Mittlerweile wurden
Babyfläschchen aus Polycarbonat - ein Kunststoff, der die Chemikalie
BPA enthält - in der EU verboten. "Es ist völlig unverständlich, dass
bei Schnullern dieses Verbot bis jetzt nicht umgesetzt wurde. Zu
warten, bis alle Hersteller von selbst auf ungefährliche Alternativen
umstellen oder dass der Handel die BPA-hältigen Schnuller freiwillig
aussortiert, widerspricht dem Gebot des Vorsorgeprinzips: Gerade
Babys und Kleinkinder müssen vor dem Einfluss von künstlichen
Hormonen geschützt werden und sollen nicht unnötig weiter einem
Risiko ausgesetzt werden", betont Kastenhofer. Die meisten Hersteller
haben nach dem "Schnullerskandal" - GLOBAL 2000 hatte im Herbst 2009
nach Anregung des Dokumentarfilms "Plastic-Planet" Kinderprodukte auf
hormonell wirksame Chemikalien getestet - auf BPA-freie Produktion
umgestellt. Stichproben der Umweltschützer haben aber nun ergeben,
dass alte Bestände von Babyschnullern, die nicht als BPA-frei
gekennzeichnet sind, nach wie vor im Handel erhältlich sind. Bei
vielen kindernahen Produkten, zum Beispiel Beißringen, ist oft nicht
ersichtlich, ob BPA enthalten ist. "Minister Stöger muss daher jetzt
für Österreich handeln, denn auf EU-Ebene ist in absehbarer Zeit
keine Regelung zu erwarten, die dem Vorsorgeprinzip Rechnung trägt",
stellt Kastenhofer klar.

Zahlreiche unabhängige Studien belegen, dass Bisphenol A bereits in
Mengen weit unter dem gesetzlich geregelten Höchstwert der erlaubten
Tagesdosis negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben
kann. Die Chemikalie, die sich aus dem Kunststoff lösen kann, steht
unter dringendem Verdacht ins menschliche Hormonsystem einzugreifen
und dadurch die Gesundheit zu gefährden. Aufgrund der hormonähnlichen
Wirkung von Bisphenol A müssen besonders Kinder und schwangere Frauen
vor der Aufnahme von Bisphenol A geschützt werden. "In Babyschnullern
und Produkten, die Kinder in den Mund nehmen, hat eine solche
Chemikalie gar nichts verloren. Wir wollen dem Hinauszögern eines
BPA-Verbots nicht länger zusehen", bringt Kastenhofer die Forderung
auf den Punkt.

Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000
Nunu Kaller/Simonne Baur
Tel.: +43 699 1 42000 20/ +43 699 1 42000 23
mailto:[email protected]
www.global2000.at

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