• 02.10.2011, 12:27:20
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Undichte Brennelemente - Letzte deutsche Siedewasserreaktoren müssen vom Netz

Freistadt (OTS) - Im bayerischen AKW Gundremmingen wurden bei
einer Revision erneut Lecks in Brennelementen entdeckt. Die
Krebsraten im Umkreis sind überdurchschnittlich hoch. Das Anti Atom
Komitee fordert die sofortige Abschaltung der letzten deutschen
Siedewasserreaktoren.

Nach der Abschaltung von sieben Atomkraftwerken sind die beiden
Reaktoren die letzten Siedewasserreaktoren, die in Deutschland noch
am Netz sind.

Bei undichten Brennelementen gelangen radioaktive Stoffe ins
Kühlwasser und verseuchen dieses zusätzlich. In Siedewasserreaktoren
sind die Brennelemente wesentlich höherer Neutronenstrahlung und
Temperaturschwankungen ausgesetzt und dadurch kommt es vermehrt zu
Materialschäden, die eben zu Rissen in den Hüllen der Brennelemente
führen können", erklärt Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee.
"Das besondere Problem in Gundremmingen ist, dass in den Reaktoren
auch so genannte MOX - Brennelemente verwendet werden, die aus
Wiederaufbereitungsanlagen stammen und sowohl Uran und Plutonium
enthalten", so Manfred Doppler weiter.

Dieser erneute Zwischenfall in Gundremmingen zeigt deutlich, dass
ein Weiterbetrieb unverantwortlich ist und die beiden Meiler sofort
abgeschaltet werden müssen, denn nach Informationen deutscher Anti
Atom Organisationen setzt das AKW Gundremmingen am meisten
Radioaktivität frei und es gibt im Umkreis überdurchschnittlich viele
Krebserkrankungen.

Rückfragehinweis:
DI Manfred Doppler +43 664 45 05 015

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