• 30.09.2011, 09:10:39
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Initiative "Zukunft statt Autobahn" fordert Ende für das Milliardenloch Lobau-Autobahn

Milliardengelder wären besser in Bildung als in Beton angelegt

Wien (OTS) - Nächste Woche öffnen die Universitäten ihre Pforten.
Während in der Bildung Budgetnotstand herrscht, weist die neue
Plattform "Zukunft statt Autobahn" darauf hin, dass in den
Autobahnausbau ungebremst Milliardenbeträge fließen sollen: Noch im
Herbst soll der Startschuss für die Umweltverträglichkeitsprüfung für
die Lobau-Autobahn fallen, die ein Milliardenloch aufmachen würde.
"Diese Autobahn wird ca. drei Milliarden Euro kosten. Angesichts der
Sparpolitik die allerorts um sich greift ist das nicht nur ein
ökologischer Wahnsinn, sondern auch ein Anschlag auf die
Steuerzahler. Das Geld wäre viel besser in Bildung, Soziales,
erneuerbare Energien und anderen zukunftsweisenden Bereichen
angelegt," so die VertreterInnen von "Zukunft statt Autobahn".

Die unkonventionelle Initiative, der neben Umweltorganisationen wie
GLOBAL 2000, Greenpeace und WWF auch zahlreiche Bürgerinitiativen und
soziale Organisationen angehören, zeigt auf, wo diese Gelder wirklich
sinnvoll angelegt wären: www.zukunft-statt-autobahn.at

"Mit diesen Mitteln könnte eine große Gebäudesanierungsoffensive
gestartet werden. In zehn Jahren könnten dann bis zu 40 % des
gesamten Raumwärmebedarfs in Österreich eingespart werden. Gerade in
Wien und Niederösterreich wurden die Mittel für thermische Sanierung
aber dramatisch zusammengestrichen. Während Zukunftsprogramme
abgestellt werden, wird am Autobahnausbau weiter stur festgehalten,"
empört sich Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000.

Auch Jurrien Westerhof von Greenpeace sieht diese Gelder besser
angelegt: "Das Geld könnte dafür verwendet werden, die Mittel für den
Ökostromausbau zu verdoppeln. Damit wäre Österreich bei der

Modernisierung der Stromversorgung auf der Überholspur, und wir
verringern unsere Abhängigkeit von importierter Energie", so
Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof. "Bauen wir neue
Autobahnen, dann bleiben wir noch länger von Ölimporten abhängig."

"Mit drei Milliarden Euro könnten die regionalen Verkehrsprobleme
durch Modernisierung und Neuerrichtung von öffentlichen
Verkehrsmitteln langfristig und ökologisch gelöst werden. Aber Wien
und Niederösterreich wollen auf Biegen und Brechen eine
Transit-Autobahn durchdrücken. Angesichts der gravierenden
Sparmaßnahmen in Bereichen wie Bildung und Pflege kann das niemand
mehr verstehen", so die beiden Bürgerinitiativen-Sprecherinnen Margit
Huber und Jutta Matysek.

Auch in anderen Bereichen sind die Mittel knapp. "Da werden wieder
Milliarden-Gelder für Null-Lösungen im Verkehrsbereich ausgegeben,
dabei wäre es viel sinnvoller in die Aufrechterhaltung einer guten
Gesundheitsinfrastruktur zu stecken." ärgert sich Dr. Hans Peter
Hutter von den "Ärztinnen und Ärzten für eine gesunde Umwelt."

Da alle österreichischen SteuerzahlerInnen die durch den Bau der
Lobau-Autobahn erzwungene Neuverschuldung mitzutragen hätten, startet
die Plattform "Zukunft statt Autobahn" eine Unterschriften-Aktion zur
Lobau-Autobahn: Unterstützungserklärungen können unter
www.zukunft-statt-autobahn.at abgegeben werden.

Rückfragehinweis:

Nunu Kaller, GLOBAL 2000, Tel: 0699 14 2000 20; [email protected]
   
   Melanie Beran, Greenpeace, Tel: 0664 612 67 18; [email protected]
   
   Margit Huber, BürgerInitiative Marchfeld - Groß Enzersdorf (BIM), Tel. 0699 / 18 23 09 65, Mail: [email protected]
   
   Jutta Matysek, Bürgerinitiative Rettet die Lobau - Natur statt Beton, Tel. 0676/9539779, Mail: [email protected]
   
   Die weiteren Plattform-Partnerorganisationen finden Sie unter www.zukunft-statt-autobahn.at

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