• 27.09.2011, 12:21:24
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FPÖ-Walter Rosenkranz: Expansion der Neuen Mittelschule auf Kosten der Gymnasien

Hohe Klassenschülerzahlen sind Grund für schlechteres Ausbildungsniveau

Wien (OTS) - Die Platznot an den AHS, über die im heutigen
"Kurier" berichtet wird, kann auch FPÖ-Bildungssprecher Walter
Rosenkranz bestätigen: "Nicht nur den Schüleranwalt, sondern auch
mich erreichen täglich Anrufe empörter Eltern, deren Kinder in
überfüllten AHS-Klassen sitzen." Aber auch Beschwerden aus
Volksschulen und Berufsbildenden Schulen seien leider Alltag.

"Schulmanagementfehler, weinende Kinder, erboste Eltern - so war der
Start des Schuljahres 2011/2012." Die Problematik sei leider bekannt.
Rosenkranz hat an das BMUKK diesbezüglich schon diesen Februar die
Anfrage "'Not in Dosen?' AHS in Containerklassen" bzw.
"bildungspolitische "Landvermessung der Bundesländer in Form von
Containerklassen" (7702-7709 und 7716/J) über die Platzsituation an
AHS in allen Bundesländern gestellt. Rosenkranz: "Dass das
Unterrichtsministerium damit gegen geltende Gesetze verstößt, ist
evident. Auch der Rechnungshof hat hier bereits einen Änderungsbedarf
festgestellt - trotzdem reagiert man aber nicht darauf. Die 400 Mio.
Euro, die aus heiterem Himmel im Unterrichtsbudget fehlen, werden
lieber in das ideologische Prestigeprojekt "Gesamtschule" und in
Inserate gesteckt, anstatt die tatsächlichen Bedürfnisse der Schüler,
Lehrer und Eltern zu befriedigen. Es genügt nicht, die Zahl 25 als
Klassenschülerhöchstzahl auf geduldigem Papier zu propagieren."

Die Ursache für ein schlechtes Abschneiden bei internationalen
Vergleichsstudien wie PISA sei aber gerade in viel zu großen Klassen
zu suchen. "Hier sollte man sich im Ministerium nach finnischen
Standards ausrichten und endlich den Zustand herstellen, der im
Gesetz ohnehin schon vorgesehen ist - halten Sie sich an die Gesetze,
Frau Ministerin!", so Rosenkranz. "Stattdessen wird von kleineren
Klassen immer nur in Zusammenhang mit der Neuen Mittelschule
gesprochen, zum Beispiel in einem 1 1/2-seitigen Krone-Inserat auf
Seite 32/33 vom 3. Juli 2009 oder in 'Heute' auf Seite 30/31,
ebenfalls am 3. Juli 2009." Nähere Auskunft könnten auch noch die
BMUKK-Inserate "First-Class-Schule" und "Die bessere Schule" in
"Österreich" am 7. und 8. September 2009 geben (vgl. die
Rosenkranz-Anfrage " 'Geschenkt noch zu teuer?' - Lebenserhaltende
Maßnahmen für die Zeitung 'Österreich' durch teure Inserat-Kampagnen
des BMUKK" (3016/J)). Gleiches könne man allerdings in beinahe jedem
Inserat des BMUKK erfahren, wobei auch mit dem Konterfei von Claudia
Schmied nicht gespart wird.

Der Gipfel der Unverschämtheit des BMUKK sei jedoch erreicht, wenn
Beschwerden der AHS lakonisch quittiert würden, sie sollten doch zu
NMS werden, um mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt zu bekommen.
"Hier werden ganz unverhohlen die Gymnasien dazu erpresst", ärgert
sich Rosenkranz, denn "den bestehenden Regelschulen werden die Mittel
entzogen, die den NMS zufließen".

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
   mailto:[email protected]
   
   http://www.fpoe-parlamentsklub.at
   http://www.fpoe.at

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