• 27.09.2011, 08:58:04
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ÖGKV setzt sich für zukunftsfähige Ausbildung in Pflegeberufen ein

Präsentation der Evaluierungsergebnisse der Ausbildungen im Rahmen des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes

Wien (OTS) - Das Positive zuerst: durch Entwicklungen der modernen
Medizin werden die Menschen immer älter. Gleichzeitig steigt jedoch
jener Anteil der Bevölkerung, der beispielsweise durch chronische
Erkrankungen bedingt, den Alltag nicht mehr uneingeschränkt und vor
allem auf sich alleine gestellt, bewältigen kann. Eine weitere
Tatsache ist die immer kürzer werdende Liegedauer in
Akutkrankenhäusern, welche den Rehabilitationsaufwand zunehmend in
den häuslichen Bereich verlagert.

Hier entsteht enormer Unterstützungsbedarf für die Betroffenen und
für pflegende Angehörige. Der Gehobene Dienst für Gesundheits- und
Krankenpflege ist in seiner zentralen Rolle im Gesundheits- und
Sozialwesen immer mehr gefordert, verschiedenste Kompetenzen
einzusetzen.

"Bestehende Ausbildungen in Pflegeberufen erreichen zunehmend ihre
Grenzen, insbesondere dann, wenn neue innovative Versorgungsformen
entwickelt und umgesetzt werden sollen", meint Ursula Frohner
Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und
Krankenpflegeverband (ÖGKV) und Vorsitzende der Österreichischen
Pflegekonferenz.

Im Rahmen einer Konferenz präsentierte gestern die Gesundheit
Österreich GmbH/ÖBIG das neue Aus- und Weiterbildungskonzept, welches
sich am künftigen Pflegebedarf orientiert und jungen Menschen den
Einstieg in Gesundheitsberufe ermöglichen soll. Gleichzeitig werden
für alle Pflegepersonen durchlässige Ausbildungswege mit individuell
zu gestaltenden Karrieren möglich.

Basis des Konzeptes sind die Evaluierungsergebnisse aus jenen
Ausbildungsbereichen, die durch das Gesundheits- und
Krankenpflegegesetz definiert sind. Die seit 2009 analysierten und
umfangreichen Daten wurden zu einem gestuften Pflegeaus- und
Weiterbildungskonzept zusammengeführt. Ebenso wurden
Personaleinsatzplanungen vor Ort, unterschiedliche
Qualifikationsprofile für einen bedarfsorientierten Skill- und
Grade-Mix zur Verfügung gestellt.

Rege Diskussionen der zahlreichen TeilnehmerInnen der Konferenz
aus den verschiedensten Bereichen der Pflege, aus dem
Ausbildungssektor und dem Pflegemanagement hatten die Modernisierung
der Pflege, neue Ausbildungswege, internationale Vergleichbarkeit und
die damit verbundenen Berufsmobilität, sowie die Konsequenzen in der
Praxis zum Thema.

Das vorgestellte Konzept unterzog sich am Ende der Veranstaltung
einer Bewertung durch die anwesenden Experten. Das Fachpublikum gab
sein Votum klar für eine Anhebung der Ausbildung des gehobenen
Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege in den tertiären
Bildungssektor ab. Dieses Ergebnis ist richtungsweisend für
umzusetzende Reformschritte in der Ausbildung und in den praktischen
Handlungsfeldern der Pflege.

Es ist hoch an der Zeit, nicht zuletzt in bildungspolitischer
Hinsicht, den Pflegebedürftigen - sowohl im Akutbereich, als auch in
der Langzeitpflege - handlungskompetente Pflegepersonen durch ein
modernes Ausbildungskonzept zur Seite zu stellen.

Rückfragehinweis:

Ursula Frohner, Präsidentin
   Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband - ÖGKV
   Wilhelminenstraße 91/IIe, 1160 Wien
   T:+43 1/ 478 27 10
   [email protected]
   www.oegkv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GKV

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