• 15.09.2011, 12:14:12
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Diplomaten aus 15 Ländern beim Lateinamerika-Frühstück im Parlament

Dritter Präsident Graf für größere Anstrengungen zur Beseitigung von Handelshemmnissen

Wien (OTS) - Die Beziehungen zwischen Österreich und den
lateinamerikanischen Ländern sollen nachhaltig verbessert werden. Das
ist das Ziel der Österreichischen Gesellschaft der Freunde
Lateinamerikas (ÖGFLA). Aus diesem Grund luden heute der Dritte
Präsident des Nationalrates, Martin Graf, und der Obmann der ÖGFLA,
NAbg. Gerhard Deimek, (beide FPÖ) zu einem Themenfrühstück ins
Parlament. Von 18 geladenen Ländern entsandten 15 ihre Botschafter
bzw. deren Mitarbeiter zu der Veranstaltung.

Diplomaten aus Braslien, Chile, Paraguay, Kolumbien, Peru, Bolivien,
Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Mexiko, Nicaragua, Panama,
Uruguay, Ecuador und aus der Dominikanischen Republik nutzen die
Möglichkeit eines Arbeitsgespräches und lobten die Initiative des
Dritten Nationalratspräsidenten. Angesprochen wurden die
Handelshemmnisse, die mit der Europäischen Union bestehen. Graf
ersuchte alle Beteiligten, mehr Anstrengungen bezüglich bilateraler
Projekte zwischen den lateinamerikanischen Ländern und Österreich zu
unternehmen, um dadurch Druck auf die EU und in Südamerika auf die
Handelsfreizone Mercosur auszuüben. Sowohl die Diplomaten als auch
Graf sprachen von Verzögerungen bei wichtigen Maßnahmen. So beklagte
der Botschafter aus Guatemala, dass im österreichischen Parlament
noch immer nicht das Investitionsschutzabkommen mit Guatemala
ratifiziert worden sei. Auf der anderen Seite wartet Österreich auf
die Ratifizierung eines entsprechenden Abkommens in Costa Rica.

Graf versprach, in seiner politischen Arbeit den Markt Lateinamerika
noch mehr in den Fokus zu rücken, "da es sich um stark expandierende
Märkte handelt." Von Seiten der Botschafter wurde klar gemacht, dass
die lateinamerikanischen Länder keine Bittsteller seien, es gäbe
vielmehr eine große Skala der Zusammenarbeit, die noch lange nicht
ausgeschöpft sei. Österreich wurde vor allem Kompetenz in der
erneuerbaren Energie zugesprochen, außerdem wolle man in der
Tourismuswirtschaft und bei der Bildung (Austausch von Studenten)
enger kooperieren. Die Botschafter bedauerten in diesem Zusammenhang,
dass der Fokus in diesen Bereichen stärker auf Asien gelegt werde.
Gleichzeitig wurde der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass es den
lateinamerikanischen Ländern in den Jahren 2011 und 2012, in denen
sie ihre vor 200 Jahren erlangte Unabhängigkeit feiern, gelingt, auch
in Österreich und in Europa mehr in den Mittelpunkt zu rücken.

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
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