• 12.09.2011, 10:51:54
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Einstellung von Menschen mit Behinderung - FPÖ begrüßt Initiative der Wirtschaft

Hofer: Vor allem die öffentliche Hand ist gefordert, ihrer Einstellungspflicht nachzukommen

Wien (OTS) - FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Ing. Norbert Hofer
begrüßt die Initiative der heimischen Wirtschaft zur verstärkten
Beschäftigung von Arbeitnehmer mit einer Behinderung. Ob der
angekündigte und ab morgen startende Werbespot tatsächlich zum
gewünschten Erfolg führen werde, sei offen.

Hofer fordert in diesem Zusammenhang die öffentliche Hand, Bund,
Länder, Gemeinden und Kammern auf, ihrer Einstellungsverpflichtung
nachzukommen. Alle parlamentarischen Anfragen der letzten Jahre
hätten eindeutig gezeigt, dass gerade die öffentliche Hand in vielen
Bereichen lieber Ausgleichstaxe an sich selbst bezahlt, als
behinderte Menschen einzustellen.

Norbert Hofer: "Behinderte Menschen können fast jede Tätigkeit
verrichten. Man muss lediglich auf deren besondere Stärken und auf
die vorhandenen Defizite eingehen. Es gibt aber Bereiche, wo es
besonders auffällt, dass man sich um die Einstellung behinderter
Menschen drückt. Einer der begehrtesten Jobs in den
Landesregierungen, den Ministerien und anderen öffentlichen Bereichen
ist jener des Portiers. Für viele behinderte Menschen ist es aber
unmöglich, einen derartig beliebten Job zu ergattern. Die
parteipolitische nicht völlig frei agierenden Verantwortungsträger
entscheiden meist anders. Gehbehinderte Personen und Menschen mit
anderen Behinderungen, die dringend eine Stelle als Portier suchen,
trifft man bei einem Besuch der Behörden selten an."

Hofer schlägt daher vor, die Bezahlung von Ausgleichstaxen für den
öffentlichen Bereich zu streichen. Es sei wenig sinnvoll, wenn der
Staat an sich selbst Ausgleichstaxen bezahle, weil er seiner
Einstellungspflicht nicht nachkomme.

Hofer: "Stattdessen sind Planposten einfach nicht zu besetzen, wenn
ein Amt der Landesregierung oder ein Ministerium seiner
Einstellungsverpflichtung nicht nachkommt. Ich werde dazu einen
Antrag im Nationalrat einbringen."

Der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung wünscht Hofer
für ihre Kampagne alles Gute.

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
   mailto:[email protected]
   
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