• 08.09.2011, 11:32:40
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FPÖ-Gartelgruber: Katzian soll seinen Frauenlohn-Vorschlag ergänzen - "Frauenpaket" ist gefordert

Bei Frauenthemen nicht länger "Politik der halben Sachen" machen - rote Gewerkschaftsvertreter können jetzt ihre Glaubwürdigkeit beweisen

Wien (OTS) - FPÖ-Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber
bewertet den Vorschlag vom Vorsitzenden der Gewerkschaft der
Privatangestellten, Wolfgang Katzian, Sonder-KV-Runden für Frauen
einzuführen, grundsätzlich positiv. Die Zeit sei überreif, endlich
konkrete Schritte für das Beseitigen der Lohnschere zwischen Männern
und Frauen zu setzen, sagt Gartelgruber und verweist auf eben dieses
Bekenntnis von Regierung und Sozialpartnern. Bei den
Lohnunterschieden zwischen Männern und Frauen bestünde nach wie vor
das Niveau von vor zehn Jahren, was dem absoluten Nichtstun der
rot-schwarzen Regierung der letzten Jahre zuzuschreiben sei.

Außer den häufig gespielten - oftmals seltsam anmutenden Randthemen
in der Frauenpolitik - brächten die derzeit Verantwortlichen für
Frauen in Österreich nur äußerst schwache Resultate zustande, so
Gartelgruber. Unter dieser SPÖVP-Regierung stagniere die
Frauenpolitik in allen Belangen, kritisiert sie massiv und fordert
deshalb die Umsetzung eines "Frauenpaketes", welches neben dem
divergierenden Lohnniveau bei weiblichen Angestellten auch Maßnahmen
wie etwa das kollektivvertragliche Vorrücken während der Karenzzeit
berücksichtigen sollte.

"Die Zeiten sind vorbei, wo man den Frauen mit "Orchideen-Themen"
vorgaukeln kann, man tue etwas für sie, man setze sich für ihre
Angelegenheiten ein! Den betroffenen Frauen, von denen viele in einer
wirtschaftlichen Klemme sitzen, ist bereits glasklar, dass ihre
wahren Probleme von dieser abgehobenen Frauenpolitik nicht einmal
tangiert werden", so Gartelgruber. Aus diesem Grunde verlangt die
Freiheitliche Frauensprecherin, dass nun zumindest ihr Verlangen nach
Einrechnung der Karenzzeiten bei den kollektivvertraglichen
Vorrückungen auch von Katzian seitens der Gewerkschaft umgesetzt
werde. Es gehe um den letzten Rest an Glaubwürdigkeit, den man von
den roten Gewerkschaftern, die zahlreich im Parlament vertreten
seien, verlangen könne. Schließlich sei Gartelgrubers diesbezüglicher
Antrag seinerzeit deshalb von den SPÖ-Gewerkschaftsvertretern im
Nationalrat abgelehnt worden, weil es sich laut deren Aussagen um
eine "Sache der Sozialpartner" handle.

"Ich sehe deshalb darin nun einen guten Anlass, die Worte der
SPÖ-Arbeitnehmervertreter auf die Waagschale zu werfen, um zu
schauen, wie ehrlich sie es mit den Frauenanliegen tatsächlich
meinen!", sagt Gartelgruber abschließend.

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
   mailto:[email protected]
   
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