• 07.09.2011, 13:36:41
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Erneuter Störfall in Temelin: Anti Atom Komitee bezweifelt Informationen

Freistadt (OTS) - Das Anti Atom Komitee bezweifelt die
Informationen des Temelin Betreibers zum erneuten Austritt von
radioaktivem Wasser und kritisiert die Informationspolitik des
Temelinbetreibers.
Die Akzeptanz der Atomenergie bröckelt auch in Tschechien - Störfall
wird daher bagatellisiert und als präventive Reparatur bezeichnet.

In Zeiten, wo die Akzeptanz der Atomenergie in der Bevölkerung
nicht nur in Deutschland, der Schweiz oder sogar Frankreich, sondern
auch in Tschechien zunehmend bröckelt, ist es nicht verwunderlich,
dass Störfälle in den eigenen AKWs möglichst bagatellisiert werden.
"Ich bezweifle daher die Informationen des Temelinbetreibers, denn
dem Anti Atom Komitee wurden bereits an Montag Abend Informationen
zugespielt, dass sich in Temelin ein Störfall ereignet hat", so
Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee.

"Wir fordern daher Umweltminister Berlakovich auf, der Sache auf
den Grund zu gehen. Sollte sich der Störfall tatsächlich schon in am
Montag ereignet haben, dann ist klar, dass Österreich von Tschechien
falsch informiert wurde und das wahre Ausmaß des Störfalles genau
untersucht werden muss", so Manfred Doppler weiter.

"Es ist auch symptomatisch für die Informationspolitik des
Betreibers, einen Störfall als präventive Reparatur zu bezeichnen.
Ursprünglich war die Abschaltung des zweiten Blockes erst in der
Nacht auf Mittwoch geplant, aber unglücklicherweise hat sich das Leck
nicht an die Pläne des Betreibers gehalten, sodass schon am Montag an
die 200 Kubikmeter radioaktives Wasser ausgeflossen sind", so Manfred
Doppler abschließend.

Rückfragehinweis:
Dipl. Ing. Manfred Doppler, Tel.: +43 (0)664 45 05 015

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