FPÖ-Strache: Währungsunion ist kein Dogma - Arbeitsplätze und Pensionen wichtiger
FPÖ kritisiert Nowotny scharf
Wien (OTS) - Scharfe Kritik übte heute der Bundesparteiobmann der
FPÖ, Heinz-Christian Strache, am Kurs des Gouverneurs der
Österreichischen Nationalbank (OeNB) und EZB-Rat Ewald Nowotny. "Die
Währungsunion ist kein Dogma. Mir sind die Arbeitsplätze und
Pensionen der Österreicher wichtiger", betonte Strache.
Nowotny müsse endlich die Interessen der österreichischen Bürger
wahrnehmen, forderte Strache. Der Ankauf von Staatsanleihen von hoch
verschuldeten Euro-Staaten, bis dato in der Höhe von sage und
schreibe 96 Milliarden Euro, durch die EZB, sei nichts anderes als
eine Inflationierung der Währung, kritisierte Strache. Dies bedeute,
dass Nowotny die Ersparnisse und Pensionen der Österreicher massiv
gefährde, so Strache.
Die Eurozone ist nicht alternativlos, wie dies Nowotny behaupte, so
Strache, der diese These durch nichts bewiesen sieht. Eine
Kooperation der EU-Staaten könne auch ohne die Fessel einer
Währungsunion erfolgreich sein. "Ich bin überzeugt, dass die Mehrheit
der Österreicher eine EU mit unterschiedlichen Währungen, aber
sicheren Arbeitsplätzen und Pensionen dem derzeitigen Zustand
vorziehen würden", so Strache. "Aus diesen Gründen sind jegliche
Tendenzen zur Vergemeinschaftung der Haftungen, Zahlungen oder gar
der Wirtschaftspolitik mit aller Entschiedenheit abzulehnen", betonte
Strache, denn der ständig größer werdende Kreis der Hilfesuchenden
Euro-Staaten zeige, dass diese Idee sowieso zum Scheitern verurteilt
sei.
"Das von der EZB derzeit betriebene Pyramidenspiel wird mit
unübersehbaren Kollateralkosten scheitern", ist Strache überzeugt.
Mit dem einst propagierten Vorbild der Deutschen Bundesbank habe
diese Politik nichts mehr gemein, sondern sei dominiert von seltsamen
Interventionsideen der Franzosen, die die EZB quasi latinisiert
hätten. "Für die deutschsprachigen und skandinavischen AAA-Länder hat
dieser Weg jede Glaubwürdigkeit und damit jede ökonomische
Brauchbarkeit verloren", so Strache.
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