- 09.08.2011, 10:10:37
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vida begrüßt Vorstoß zur Verkürzung der Ärztearbeitszeit in den Spitälern
Steinkellner: Gesundheit der Menschen muss Vorrang haben
Wien (OTS/ÖGB) - Die Gewerkschaft vida, in der die Beschäftigten
aus dem privaten Gesundheitsbereich organisiert sind, begrüßt den
Vorstoß von Sozialminister Hundstorfer zur Begrenzung der Arbeitszeit
der SpitalsärztInnen. "Die überlangen Arbeitszeiten sind gefährlich
für beide Seiten: die ÄrztInnen und die PatientInnen. Eine Verkürzung
der zulässigen Arbeitszeit ist höchst an der Zeit", sagt der
stellvertretende vida-Vorsitzende Willibald Steinkellner.++++
Derzeit können Spitalsärzte in einzelnen Wochen bis zu 72 Stunden
arbeiten. Zusätzlich darf in einem Durchrechnungszeitraum von 26
Wochen die wöchentliche Arbeitszeit bis zu 60 Stunden betragen.
Einzelne Dienste sind mit 32 Stunden limitiert. Ausnahmen sind die
Wochenenddienste (mit Bereitschafts- und Ruhezeiten), die bis zu 49
Stunden durchgehend sein können. Die Ärztekammer und Sozialminister
Hundstorfer wollen per Gesetz verankern, dass ein einzelner Dienst
maximal 25 Stunden dauern kann.
Laut Angaben der Ärztekammer würden zumindest jede/-r fünfte Arzt
bzw. Ärztin Burnout-Symptome zeigen, 50 Prozent gelten als gefährdet.
Damit steigt die Fehleranfälligkeit, die Qualität der Leistung sinkt.
"Viele Studien belegen, dass die Leistungsfähigkeit mit der Dauer des
Dienstes rapide abnimmt. Vielfach belegt ist auch, dass die langen
Dienste schlecht für die Gesundheit der Ärztinnen und Ärzte selbst
sind", sagt Steinkellner. Dass einzelne Landespolitiker die
Verkürzung der Arbeitszeiten mit dem Kostenargument blockieren
wollen, ist für den Gewerkschafter keine Lösung. "Es geht um die
Gesundheit der Menschen. Den Kopf in den Sand stecken und sämtliche
Studien zu ignorieren, die die negativen Folgen der ausufernden
Arbeitszeiten belegen, ist verantwortungslos", so Steinkellner
abschließend.
Rückfragehinweis:
vida-Öffentlichkeitsarbeit
Martina Fassler
Tel: 0664/614 57 32
[email protected]
www.vida.at
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