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OTS0101   8. Aug. 2011, 12:45

FPÖ: Graf sieht bewusste Fehlinterpretation seiner Aussagen zu Königshofer

"Habe lediglich Prozedere in der Partei erklärt"


Der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ)
erteilt medialen Interpretationen und Spekulationen nach seinem
gestrigen APA-Interview eine deutliche Absage: "Ich habe lediglich
das Prozedere erläutert, das auf den gegen Werner Königshofer
ausgesprochenen Ausschluss wegen Gefahr in Verzug jetzt folgen wird",
erklärt Graf. Auch Parteiobmann HC Strache habe dies nicht anders
aufgefasst, wie dieser heute selbst im Rahmen einer Pressekonferenz
festgestellt habe.

Was nun in einigen Medien folge, sei die übliche Kampagne tendenziell
gegen die FPÖ eingestellter Journalisten. "Bemerkenswert ist hier
insbesondere, dass der zur Objektivität verpflichtete ORF einmal mehr
eine negative Vorreiterrolle eingenommen und mich als jemanden
dargestellt hat, der eine Verharmlosung des fürchterlichen Attentats
in Norwegen verteidigt. Das ist aus keiner meiner Aussagen
herauszulesen und daher völliger Unsinn. Kein Demokrat würde so eine
Wahnsinnstat auch nur ansatzweise rechtfertigen wollen", stellt Graf
unmissverständlich fest.

Genauso an den Haaren herbeigezogen sei der Keil, den manche Medien
nun in die FPÖ zu treiben versuchen würden: "Ich habe ganz klar
festgestellt, dass ich die Entscheidung des Königshofer-Ausschlusses
respektiere, genauso wie ich auch in allen anderen Fragen voll hinter
dem Parteiobmann stehe. Die diesbezüglichen Passagen meines
Interviews wurden jedoch von den meisten Medien nicht erwähnt", so
Graf. Durch die Berichterstattung über die Angelegenheit werde das
bestätigt, was Graf auch gegenüber der APA kritisiert habe: "Die
Medien versuchen, mit konstruierten Geschichten gegen die FPÖ all
jene Themen zuzudecken, die derzeit wirklich wichtig für die Zukunft
unseres Landes sind, etwa die Eurokrise, die unsere Volkswirtschaft
in den Abgrund zu stürzen droht." Dies sei eine klare Strategie, um
die angeschlagene Regierung zu schonen, die nicht das geringste
Rezept zur Lösung der drängenden Probleme anzubieten habe und daher
zurecht das Misstrauen des Großteils der Bürger fürchten müsse.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0101 2011-08-08 12:45 081245 Aug 11 FPK0002 0311



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