- 03.08.2011, 11:42:59
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FPÖ zu Stöger: Es gibt kein Recht auf Abtreibung!
Schwangerschaftsabbruch ist nach wie vor rechtswidrig und nur von Strafverfolgung ausgeschlossen
Wien (OTS) - Schockiert zeigen sich die zuständigen Politikerinnen
der FPÖ von der Forderung von Gesundheitsminister Stöger (SPÖ),
wonach es in allen Bundesländern öffentliche Spitäler geben müsse,
die Abtreibungen durchführen. "Stöger hat offenbar die Fristenlösung
nicht verstanden. Sie stellt die Tötung ungeborenen Lebens lediglich
straffrei, dennoch ist sie weiterhin rechtswidrig. Jedenfalls gibt es
nicht im Geringsten ein Recht auf Abtreibung", erklärt
Gesundheitssprecherin NAbg. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. Die
freiheitliche Abgeordnete erinnert an die unselige Debatte im
Europarat vor rund einem Jahr, als die britische Sozialistin
McCafferty alle Ärzte und Spitäler zur Durchführung von
Schwangerschaftsabbrüchen verpflichten wollte, was gottseidank
gescheitert sei. Gerade in einer so sensiblen Frage müsse man die
ethischen Bedenken von Ärzten und Krankenauspersonal achten und dürfe
niemanden zur Abtreibung zwingen.
Für FPÖ-Familiensprechern NAbg. Anneliese Kitzmüller muss es
vorrangiges Ziel der Politik sein, Abtreibungen weitestgehend zu
verhindern. "Nicht nur aus demographischen Gesichtspunkten brauchen
wir mehr Kinder. Hier geht es um jede einzelne Frau, die in einer
schwierigen Lebenssituation vor allem Beratung und Unterstützung
braucht und nicht ein flächendeckendes Angebot an
Abtreibungsstätten", stellt Kitzmüller fest und weist darauf hin,
dass die parallel mit der Fristenlösung in Aussicht gestellten
begleitenden Maßnahmen noch immer nicht umgesetzt seien. "Es muss vor
allem eine strikte Trennung zwischen den beratenden Stellen und jenen
Einrichtungen geben, die Abtreibungen durchführen. Leider gibt es in
diesem hochsensiblen Bereich insbesondere private Geschäftemacher,
die Frauen den Schwangerschaftsabbruch geradezu einreden."
Insgesamt erkennen die beiden FPÖ-Politikerinnen einen europaweiten
Trend, Abtreibungen systematisch zu forcieren, vor allem innerhalb
der sozialistischen Parteien, aber nicht nur dort. Das jüngste
schlechte Beispiel lieferte die aus dem bürgerlichen Lager stammende
EU-Kommissarin Viviane Reding, die von Ungarn jenes EU-Geld
zurückverlangte, mit dem dort eine Plakatkampagne zum Schutz des
ungeborenen Lebens gefördert worden war. "Stöger reiht sich nun in
diese unselige Phalanx ein - als ob er nicht genug Baustellen in
seinem Ministerium hätte, die ihn tatsächlich auch etwas angehen",
kritisiert Belakowitsch-Jenewein. "Wesentlich wäre zum Beispiel in
diesem Zusammenhang, endlich das sogenannte Post-Abortion-Syndrom zu
untersuchen, das zahlreichen Frauen nach einer Abtreibung massive
psychische Probleme bereitet", fordert Kitzmüller.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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