- 01.08.2011, 12:34:17
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Polizeiarbeit - ÖGB-Vizepräsidentin Oberhauser empört über Vergleich mit KZ-Zwangsarbeit durch AUF
Oberhauser fordert FPÖ zum Handeln auf
Wien (OTS/SK) - Die ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser sieht im
von FPÖ-nahen Personalvertretern durch ein Bild gezogenen Vergleich
von Polizeiarbeit mit Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern "eine
unentschuldbare Entgleisung von unerhörtem Ausmaß". Sie fordert
Konsequenzen: "Die FPÖ muss zu den Vorkommnissen Stellung beziehen
und sich unmissverständlich distanzieren", so Oberhauser am Montag im
Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. Der Eklat sei ein weiterer Beweis
für die Verbreitung rechten Gedankenguts in den Reihen der FPÖ. ****
Die FPÖ-nahe Personalvertretung AUF in Niederösterreich verwendet in
einer Mitgliederaussendung eine Zeichnung, die KZ-Insassen bei der
Zwangsarbeit zeigt. Das Aquarell "Arbeit in der Gießerei", wurde vom
KZ-Überlebenden Etienne van Ploeg gemalt und stellt KZ-Häftlinge in
einer Granatengießerei dar, wie das Mauthausen Komitee bestätigt. Den
Versuch der AUF, sich "durch dreiste Lügen schadlos zu halten"
bezeichnete Oberhauser als "erbärmlich".
"Die letzten Tage und Wochen haben gezeigt: Bei derartigen Ausfällen
handelt es sich nicht um Ausrutscher, sondern um ein grundsätzliches
Problem der FPÖ", sagte Oberhauser. Die Äußerungen der blauen
Personalvertreter würden nahtlos an die Verbalinjurien eines Werner
Königshofer (verglich die Attentate von Oslo mit der Fristenlösung)
oder einer Susanne Winter (rechtskräftig wegen Verhetzung verurteilt)
anschließen, so die ÖGB-Vizepräsidentin.
Festzuhalten ist, dass die "blauen Personalvertreter" nicht Teil des
ÖGB sind, sondern sogar zum Austritt aus der Gewerkschaft aufrufen.
(Schluss) sa/bj
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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