• 20.07.2011, 10:22:49
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  • OTS0056 OTW0056

VGT bittet Landwirtschaftsminister ernsthafte Verhandlungen in Kastenstandfrage zu führen

Nach erster Wortmeldung von Berlakovich gestern im ORF solle jetzt rasch ein sinnvoller Lösungsvorschlag erarbeitet werden

Wien (OTS) - Seit Anfang März ist der neue Entwurf zur
Schweine-Kastenstandverordnung durch das SPÖ-Gesundheitsministerium
öffentlich, in dem vorgeschlagen wird, die Kastenstandhaltung von
Mutterschweinen auf ein Minimum zu reduzieren. Bisher hat der
Landwirtschaftsminister, der einer solchen Verordnung zustimmen muss,
dazu kein einziges Wort gesagt. Gestern brach er in der ZIB 1 des ORF
nach fast 6 Monaten erstmals sein Schweigen. Allerdings war seinen
Aussagen kein konstruktiver Lösungsvorschlag zu entnehmen.

"Die einstimmige Missstandsfeststellung der Volksanwaltschaft hat
aufgezeigt, dass die Kastenstandhaltung im Widerspruch zum
Tierschutzgesetz steht, weil sie Tierquälerei ist", führt VGT-Obmann
DDr. Martin Balluch aus. "Dieses Problem lässt sich weder durch
Schweigen noch durch Aussitzen lösen. Solange der
ÖVP-Landwirtschaftsminister nicht konstruktiv auf den vernünftigen
SPÖ-Vorschlag reagiert, hängen die österreichischen
SchweinefleischproduzentInnen ohne Rechtssicherheit in der Luft.
Dieses Vorgehen ist unverantwortlich."

Der Landwirtschaftsminister sprach in seiner Wortmeldung im
Fernsehen lediglich von den hohen Kosten, die auf die
Schweineindustrie zukommen würden, sollten Kastenstände verboten
werden. "Wir vom VGT haben extra aus Schweden einen Experten zu
praktischen Auswirkungen eines Verbots von Kastenständen nach
Österreich gebracht", erklärt DDr. Balluch, "nur leider hatte der
Landwirtschaftsminister für ihn keine Zeit. Hätte er sich diese Zeit
genommen, dann wüsste er, wie das Beispiel Schweden zeigt, dass
lediglich einmalige Umbauinvestitionen zu tätigen sind und dann die
wesentlich tiergerechtere Produktion nicht nennenswert teurer wird.
Wir bitten deshalb den Landwirtschaftsminister, die Ausreden sein zu
lassen, und bei konkreten, ernsthaften Verhandlungen Nägeln mit
Köpfen zu machen. Ein guter Kompromiss, den auch der Tierschutz
mittragen kann, ist allemal besser, als ein Gang zum
Verfassungsgerichtshof!"

Rückfragehinweis:
Martin Balluch
Email: [email protected]
Tel.: 01 9291498

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VGT

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