• 09.07.2011, 09:00:33
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ÖGKV: Laut ÖGKV ist die Basis für die Umsetzung des Pflegegesamtpaketes geschaffen

Mit Beschluss des Pflegegeldreformgesetzes ist der Weg für weitere Reformen offen

Wien (OTS) - Derzeit beziehen 442.000 Menschen in Österreich
Bundes- bzw. Landespflegegeld - Tendenz steigend.

Dies bedeutet im Detail, dass 85 Prozent der Pflegebedürftigen das
Pflegegeld durch den Bund ausbezahlt bekommen. Die eingereichten
Anträge werden von 23 Pensionsversicherungsträgern administriert. Der
verbleibende Rest von 15 Prozent LandespflegegeldbezieherInnen
zersplittet sich in den neun Ländern momentan auf 280 zuständige
Träger.

Durch das Pflegegeldreformgesetz und die Ansiedelung des
Pflegefonds im Sozialministerium sollen die bestehenden
Pflegeleistungen in den kommenden Jahren abgesichert werden.
Der heute getroffen Beschluss des Nationalrates überträgt
Gesetzgebung und Vollzug des Landespflegegeldes ab 1.1. 2012 dem
Bund.

"Der nunmehr erreichte Konsens zwischen Bund und Ländern ist ein
erster, wichtiger Schritt für Umsetzung des geplanten
Pflegegesamtpaketes", meint Ursula Frohner, Präsidentin des
Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV).

Für das laufende Jahr besteht bereits eine Dotierung des Fonds
auf 100 Millionen Euro, eine Steigerung für 2012 auf 150 Millionen
Euro, 2013 auf 200 Millionen Euro, und im Jahr 2014 auf 235 Millionen
Euro ist vorgesehen.

Die Mittel werden in erster Linie für den Ausbau mobiler
Betreuungs- und Pflegedienste, Tagesbetreuungsangebote,
Kurzzeitpflege, "Case und Caremanagement" und alternative Wohnformen
verwendet.

Der größte Entscheidungsträger ist nach wie vor die
Pensionsversicherungsanstalt (PVA).

Für Präsidentin Frohner ist als nächster Punkt die Erstellung von
bundesweit einheitlichen, sowie transparenten Kriterien für
Pflegeleistungen auf den Weg zu bringen.

Darüber hinaus werden mit 2012 Angehörige des gehobenen Dienstes
für Gesundheits- und Krankenpflege Erhöhungsanträge ab Pflegestufe
vier begutachten.

Die vermehrte Einbindung des Fachwissens des gehobenen Dienstes
für Gesundheits- und Krankenpflege ist insbesondere durch den hohen
Anteil an Fachpflegeleistungen in den höheren Pflegestufen von
großer Bedeutung. Durch den Einsatz von Pflegeassessmentinstrumte ist
der Fokus auf den pflegebedingten Mehraufwand gerichtet. Zusätzlich
werden pflegende Angehörige in ihrer oft sehr belastenden Situation
durch zielgerichtete Pflegeberatung von ExpertInnen unterstützt.

Dieses künftig vermehrt genutzte Wissen der Fachpflege für die
bedarfsorientierte Zuerkennung von Sozialleistungen ist eine weitere
notwendige Maßnahme in der Errichtung eines nachhaltigen
Pflegesystems.

Rückfragehinweis:

Ursula Frohner, Präsidentin
   Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband - ÖGKV
   Wilhelminenstraße 91/IIe, 1160 Wien
   Tel.:+43 1/ 478 27 10
   mailto:[email protected]
   www.oegkv.at

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