- 08.07.2011, 13:06:10
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Nationalrat - Katzian zu Pflegefonds: Gutes Beispiel für Verteilungsgerechtigkeit
Schaffen finanzielle Rahmenbedingungen - Pflegefonds finanziert sich zu großem Teil aus Bankenabgabe
Wien (OTS/SK) - Als "großen Schritt in die richtige Richtung", auf
den "wir gemeinsam stolz sein können", bezeichnete
SPÖ-Nationalratsabgeordneter Wolfgang Katzian die Reformen des
Pflegegelds und des Pflegefonds am Freitag im Nationalrat. Jeder
Euro, der heute in die Pflege investiert werde, sei ein Beitrag zur
Absicherung der Pflege und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze, so
Katzian. "Wir müssen die Beschäftigten in der Pflege in die Lage
versetzen, dass sie im Beruf bleiben können und nicht nach kurzer
Zeit wegen Überlastung oder schlechter Bezahlung den Job wechseln.
Deshalb ist es so wichtig, dass wir heute die Rahmenbedingungen dafür
schaffen", sagte der Abgeordnete. ****
Der Bedarf an Pflege werde steigen. Derzeit gebe es in der
stationären und mobilen Pflege 40.000 Beschäftigte in
Vollzeitäquivalenz. Bis zum Jahr 2020 steige der Bedarf um 13.000
Beschäftigte. "Die Bezahlung im Pflegebereich ist eine, die sehr viel
Raum nach oben offen lässt. Wir setzen uns dafür ein, dass es die
entsprechenden finanziellen Rahmenbedingungen gibt", betonte Katzian.
Die zusätzlichen Mittel in der Höhe von 685 Millionen Euro, die in
die Pflege fließen, speisen sich zu einem großen Teil aus der
Bankenabgabe, so Katzian, der bekräftigte: "Das ist ein gutes
Beispiel für Umverteilung und Verteilungsgerechtigkeit."
Der Abgeordnete unterstrich in seiner Rede ausdrücklich, wie wichtig
und hochqualifiziert die Arbeit, die von den Beschäftigten in der
Pflege geleistet wird, ist. "Hier wird hochprofessionelle Arbeit
geleistet, der unser ganz besonderer Dank und unsere Aufmerksamkeit
gebührt. Und wenn wir schon über Leistungsträger reden: Diejenigen,
die mit Herzblut und viel Engagement täglich bei den Patientinnen und
Patienten sind, sind die Leistungsträger in unserer Gesellschaft", so
Katzian. Jetzt müsse es darum gehen, die Pflege für die Zeit nach
2014 neu zu organisieren, betonte der Abgeordnete. (Schluss) pl/gd
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