Nationalrat/Griechenland-Hilfe - Matznetter: "Sorgen dafür, dass Österreich nicht Opfer von Spekulanten wird"
Finanzkrise macht es nötig, Griechenland zu helfen
Wien (OTS/SK) - SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter hat
heute, Donnerstag, im Parlament die Notwendigkeit der
Griechenland-Hilfe betont: "Die Finanzkrise und ihre Folgen machen es
nötig, dass wir dem europäischen Mitgliedsland Griechenland mit
Hilfen beispringen, wo wir bereits das zweite Mal diskutieren, mit
welcher Höhe wir das tun." Scharfe Kritik übte Matznetter an den
Wortmeldungen von FPÖ und BZÖ, die u.a. einen Ausschluss
Griechenlands aus der Eurozone fordern. Klar ist: "Was wir tun, ist
das Verantwortlichste. Wir sorgen dafür, dass Österreich in
Gemeinschaft mit der Eurozone und der Europäischen Union nicht Opfer
der Spekulanten werden kann", sagte Matznetter. ****
Vor dem Hintergrund der Kritik von FPÖ und BZÖ an der
Griechenland-Hilfe erinnerte Matznetter an den Februar 2009, wo
Österreich "keinen Anlass gab, in der Krise schlecht gerüstet zu
sein". Trotzdem musste der damalige Finanzminister in mehrere Länder
fahren, "um eine Nothilfe zu organisieren, weil man der Auffassung
war, dass Österreich einen zu sehr exponierten Banksektor hatte.
Unsere Spreads, also die Risikoprämien, waren zu diesem Zeitpunkt
höher als in Griechenland". Hier habe die Europäische Union dann
innerhalb weniger Tage auf Vorschlag der österreichischen Regierung
"50 Milliarden Euro als 'Osthilfe' lockergemacht - und zwar ohne
Auflagen für uns", betonte Matznetter. (Schluss) mb/bj
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