Buchprüfer - Matznetter begrüßt Kommissions-Vorschlag für Verschärfungen
"Trennung von Prüfung und Beratung gewährleistet Unabhängigkeit" - SPÖ vermisst Vorschläge gegen Marktdominanz amerikanischer Kanzleien
Wien (OTS/SK) - SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter
begrüßt das von der EU-Kommission angekündigte Beratungsverbot und
die verpflichtende Rotation für Buchprüfer. "Im Lichte der weltweiten
Wirtschafts- und Finanzkrise sind die angekündigten Verschärfungen
sehr zu begrüßen", sagte Matznetter am Freitag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. Die SPÖ vermisst jedoch Vorschläge, um die
Marktdominanz der vier großen amerikanischen Kanzleien zu brechen.
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Laut den Vorschlägen der EU-Kommission soll künftig ein
Beratungsverbot für Buchprüfer bestehen. "Die Trennung von Beratung
und Prüfung ist eine wichtige Maßnahme, um die Unbefangenheit des
Prüfers zu gewährleisten", sagte Matznetter.
In den Überlegungen zu einer verpflichtenden externen Rotation sieht
er "einen überprüfenswerten Vorschlag zur Verbesserung der
Unabhängigkeit der Abschlussprüfer". Künftig soll nicht mehr bloß der
Prüfer innerhalb einer Firma gewechselt werden, sondern jeweils eine
neue Kanzlei mit der Prüfung betraut werden.
Dass die Kommission allerdings keine Vorschläge gegen die von ihr
selbst festgestellte Marktdominanz durch vier große amerikanische
Firmen ("Big-Four") gemacht hat, bedauert der
SPÖ-Wirtschaftssprecher. Wie bei Rating-Agenturen stellt die Dominanz
weniger amerikanischer Firmen über die gesamte europäische Wirtschaft
ein Problem dar. "Ich verstehe überhaupt nicht, wie ein EU-Kommissar
feststellen kann, dass vier Kanzleien einen 80-prozentigen
Marktanteil in Europa haben, ohne sofort Maßnahmen zur Beendigung
dieser Dominanz einzuleiten", so Matznetter. (Schluss) sa/sv
Pressedienst,
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