• 30.06.2011, 13:18:51
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GPA-djp: Kaufmännischer Zeitungs- und Online-KV unterzeichnet

Durch Ausgliederungen hervorgerufene Unsicherheit in der Zeitungsbranche soll der Vergangenheit angehören

Wien (OTS/GPA/ÖGB) - "Die Verhandlungen der Sozialpartner haben
sich gelohnt: heute Donnerstag wurde mit der Unterzeichnung des
neuen Kollektivvertrages für die kaufmännischen
(nichtjournalistischen) Angestellten der Tages- und Wochenzeitungen
und deren Online- und Nebenausgaben ein wichtiges Kapitel in der
Kollektivvertragsgeschichte geschrieben", erklären der
stellvertretende Bundesausschussvorsitzende des Wirtschaftsbereichs
Kommunikation in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck,
Journalismus, Papier (GPA-djp), Alois Freitag,
Betriebsratsvorsitzender Mediaprint, und die zuständige
Wirtschaftsbereichssekretärin in der GPA-djp, Mag. Judith
Reitstätter.

"Ausgliederungen und Firmenneugründen haben in vielen Fällen zu
Graubereichen geführt, in denen die kollektivvertraglichen Rechte der
Angestellten nicht mehr ausreichend gewahrt wurden. Die
Vereinbarungen zum Geltungsbereich im neuen Kollektivvertrag
schaffen wieder Klarheit, viele Unternehmen und deren kaufmännische
Angestellte werden wieder integriert", betont Freitag.

Die wesentlichen Neuerungen kurz zusammengefasst: Kaufmännische
Angestellte der Onlineausgaben sind erstmals in den neuen
Geltungsbereich einbezogen. Dass sogenannte "monetäre
Rucksackprinzip" stellt sicher, dass Angestellte automatisch ihre im
KV geregelte Bezahlung mitnehmen, sollte es zu weiteren
Ausgliederungen kommen, erklärt Reitstätter.

Das faktische Einstiegsgehalt von rund 1.650,- Euro ist mit dem
neuen KV für die gesamte Branche definiert, die Quinquennien
(Vorrückungen) bleiben im Grunde erhalten. Die wöchentliche
Arbeitszeit ist mit 37 Stunden wieder branchenweit vereinheitlicht.
Bereits erworbene Rechte wie beispielsweise der Mehrarbeitszuschlag
und höhere Quinquenniensätze bleiben in einer Übergangsregelung
erhalten.

Der neue Kollektivvertrag für die kaufmännischen
(nichtjournalistischen) Angestellten der Tages- und Wochenzeitungen
und deren Online- und Nebenausgaben tritt mit Jahresbeginn 2012 für
ca. 2.200 betroffene Angestellte in Kraft. Das bedeutet eine
Verdreifachung jener Angestelltenzahl, deren Rechte und Ansprüche
nunmehr wieder brancheneinheitlich gesichert sind, so Freitag und
Reitstätter.

Dennoch ist man in der GPA-djp nicht ganz zufrieden, weil es immer
noch einige Zeitungsherausgeber gibt, die sich in der Rolle der
schwarzen Schafe weiter wohlzufühlen scheinen, fasst der stv.
Bundesgeschäftsführer Karl Proyer abschließend zusammen: "Wir fordern
daher den Herausgeber des "Standard" als auch die Berufsgruppe auf,
ihre Haltung in den nächsten Tagen zu überdenken und den neuen
Kollektivvertrag abzuschließen."

Rückfragehinweis:

Litsa Kalaitzis
   Gewerkschaft der Privatangestellten,
   Druck, Journalismus, Papier
   Pressesprecherin
   Tel.:    05 0301-21553
   Mobil.: +43 676 817 111 553
   Email: [email protected]
   Internet: www.gpa-djp.at

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