OTS0199   22. Juni 2011, 13:38

Grüne Wirtschaft: Auch Finanzausschuss bringt keine Klarheit im Immobilien-Finanzskandal der Wirtschaftskammer Wien

Plass: "WK-Präsidentin Brigitte Jank weiterhin ahnungslos, überrascht und nicht zuständig"


Trotz intensiver Nachfragen hat es im heutigen
Finanzausschuss der Wirtschaftskammer Wien keine befriedigenden
Informationen und keine weiteren Details zu den hochriskanten
Spekulationsgeschäften mit Anleihen der R-Quadrat-Immobiliengruppe
gegeben. Offenbar ist Kammerpräsidentin Brigitte Jank nach wie vor
nicht bereit, Verantwortung für die entstandenen Millionenverluste zu
übernehmen.

"Nach Wochen des Mauerns und Schweigens hat sich Präsidentin Jank
heute endlich persönlich zu unseren Vorwürfen geäußert. Es gab aber
nur dieselben nebulosen Informationen, die man bereits in der Zeitung
lesen konnte, sowie eine sehr allgemeine Einladung zur Zusammenarbeit
bei weiteren Veranlagungen", schildert Hans Arsenovic, Landessprecher
der Grünen Wirtschaft Wien. "Unterlagen wurden uns keine gegeben,
aber wir haben wenigstens die Zusage, dass wir Einblick in das
Vermögensdepot der Wiener Wirtschaftskammer erhalten. Wir werden die
Aufstellungen jetzt genau analysieren und feststellen, ob noch
weitere Finanzleichen im Keller der Wiener Wirtschaftskammer liegen",
so Arsenovic.

Da es sich bei diesen hochriskanten Spekulationen um eine klar
kammerrechtswidrige Vorgangsweise handelt, wird die Grüne Wirtschaft
nun die Gangart verschärfen, erläutert Volker Plass, Bundessprecher
der Grünen Wirtschaft: "Wir haben eine umfangreiche offizielle
Anfrage an Präsidentin Jank vorbereitet und planen Ähnliches für die
Bundeskammer, die mit ihrem Pensionsfonds und der Pensionskassen AG
ebenfalls in R-Quadrat-Papiere investiert hat."

Es wird auch eine Sachverhaltsdarstellung der Grünen Wirtschaft an
das Kontrollamt der Kammer geben, und die strafrechtliche Dimension
des Falles wird ebenfalls geprüft: "Wir können nicht akzeptieren,
dass die hart erwirtschafteten Pflichtbeiträge der Kammermitglieder
in ukrainischen Immobilienprojekten versenkt werden, und am Schluss
sind alle ahnungslos, überrascht und nicht verantwortlich! Natürlich
sind wir bereit, dem ÖVP-Wirtschaftsbund bei der Bewältigung dieses
Finanz-Debakels zu helfen. Zuerst müssen aber alle Dinge restlos
geklärt werden, und es muss die Zusicherung geben, dass künftig mit
den Geldern der Kammermitglieder verantwortungsbewusst umgegangen
wird", so Plass abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0199 2011-06-22 13:38 221338 Jun 11 DGW0002 0323



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Rückfragehinweis: Grüne Wirtschaft
Volker Plass
Bundessprecher
Tel.: 0676 / 303 22 60
volker.plass@gruenewirtschaft.at
http://www.gruenewirtschaft.at

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