Schieder: Maßnahmen zur Regulierung der Finanzmärkte durch Finanztransaktionssteuer nun rasch angehen
FTS von 0,05 Prozent brachte bis zu 250 Milliarden Euro
Wien (OTS/SK) - "Dass sich nun auch die Europäische Kommission
verstärkt für eine Finanztransaktionssteuer einsetzt, gibt großen
Grund zu Hoffnung", sagte Finanzstaatssekretär Andreas Schieder nach
Bekanntwerden des Briefes von EU-Kommissionspräsidenten Barroso an
den EU-Ratspräsidenten Hermann Van Rompuy am Montag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. "Offensichtlich hat nun auch die Kommission
eingesehen, dass eine rasche Umsetzung der Steuer auf europäischer
Ebene eine sinnvolle Maßnahme wäre", so Schieder. ****
"Nach dem Europäischen Parlament scheint nun auch die EU-Kommission
zu dem Schluss zu kommen, dass Finanzinstitutionen, die zu den
Hauptverursachern der Krise zählen, einen Beitrag für die Kosten
leisten sollen. Nun gilt es, die noch unentschlossenen und negativ
eingestellten Länder der EU rasch von der Sinnhaftigkeit einer
solchen Steuer zu überzeugen", sagte Schieder.
Laut Berechnungen von Wirtschaftsforschern brächte die Steuer bei
einer Höhe von nur 0,05 Prozent ein Aufkommen zwischen 100 und 250
Milliarden Euro. "Die Steuer ist ein wichtiges Mittel, ungezügelten
Spekulationen in Zukunft einen Riegel vorzuschieben und einen Beitrag
zur Finanzierung der öffentlichen Haushalte zu leisten. Das sind die
entscheidenden Lehren aus der Krise, die es zu ziehen gilt", betonte
Schieder. (Schluss) sa/mp
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