• 13.05.2011, 11:51:45
  • /
  • OTS0166 OTW0166

Banken: Rudas kritisiert "Abkassier-Mentalität" bei Gehalts-Erhöhungen - "Wo bleibt die Moral?"

Banken mit Rekordgewinnen - Spielraum für höhere Bankensteuer vorhanden

Wien (OTS/SK) - Die Banken melden Rekord-Gewinnzuwächse, sind
wieder in Risiko-Investments in Osteuropa engagiert, die Gehälter der
Vorstände steigen um bis zu 80 Prozent, eine Bank verdoppelte sogar
die Gage ihrer Aufsichtsräte. Angesichts dessen sei das Lamento der
Banken über die Bankenabgabe "völlig unangebracht", so
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas am Freitag. "Die Bankenabgabe
ist der gerechte Beitrag der Banken angesichts der Staatshilfe, die
sie aus Steuergeldern genommen haben. Wenn mit den Rekord-Gewinnen
weiter die Manager-Gehälter, Boni und Dividenden grenzenlos erhöht
werden, ist es legitim, über eine Erhöhung der Bankensteuer
nachzudenken." Die Aufregung der Banken und ihrer PR-Maschinerie sei
unmoralisch und unverschämt. ****

Rudas verwies auf die aktuelle Gewinnentwicklung bei den
Geldinstituten:

* Die tschechische RI-Tochter plant eine Rekord-Expansion und
eine Kapitalerhöhung.
* Uni Credit hat mit mehr als 800 Mio. Euro Nettogewinn über
50 Prozent Gewinnzuwachs zum Vorjahr.
* Die Bank Austria konnte ihren Gewinn im ersten Quartal 2011
um 41 Prozent im Vergleich zu 2010 steigern.

Gleichzeitig sei die effektive Steuerbelastung der heimischen Banken
im internationalen Vergleich ohnehin im untersten Drittel.

Massiv kritisiert die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin die
Gagen-Erhöhungen im Bankenbereich. Dass etwa eine Bank, die
Staatshilfe aus Steuergeldern in Anspruch genommen hat, die Gagen
ihrer Aufsichtsräte verdoppelt, "sei Zeichen der
Abkassier-Mentalität", so Rudas. Auch Anleger hatten in der gestrigen
Aktionärsversammlung die Erhöhung als "dreist" und "unverschämt"
kritisiert.

Die SPÖ werde jedenfalls beobachten, was mit den Rekord-Gewinnen der
Banken geschieht und gegebenenfalls eine Erhöhung der Bankensteuer
prüfen. Außerdem soll die steuerliche Absetzbarkeit von
Manager-Gehältern beschränkt werden. Auch die Gruppenbesteuerung soll
reformiert werden; "es kann nicht sein, dass österreichischen
Steuerzahler die Verluste der Banken im Ausland finanzieren", so
Rudas. (Schluss) ah/tg

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel