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OTS0289   6. Mai 2011, 17:36

Motorensymposium: Elektromobilität als "Jahrhundertaufgabe"

VW-Chef kündigt in Wien eine Reihe von Plug-In-Hybridfahrzeugen an


Für den Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG nimmt
auf dem Weg zu nachhaltiger Mobilität die Elektromobilität eine
Schlüsselrolle ein - zusammen mit immer effizienteren
Verbrennungsmotoren, intelligentem Leichtbau und alternativen
Energieträgern wie Erdgas oder biogenen Kraftstoffen. Wie VW-Chef
Prof. Dr. Martin Winterkorn Freitag beim 32. Internationalen Wiener
Motorensymposium erklärte, sei nach dem anfänglichen, übertriebenen
"Hype" um das Elektroauto inzwischen "zum Glück eine neue
Sachlichkeit eingekehrt". Dr. Winterkorn: "Alle seriösen Experten
sagen dem Elektroauto einen langen Weg bis zum Massenmarkt voraus.
Selbst optimistische Studien rechnen bis 2025 mit einem Marktanteil
von nur rund zehn Prozent." Mittel- und langfristig werde es also ein
Nebeneinander verschiedener Antriebstechnologien geben: Immer
effizientere Benziner und Dieselmotoren, alternative Kraftstoffe der
nächsten Generation und den Elektroantrieb.

In seinem Vortrag bei dem vom Österreichischen Verein für
Kraftfahrzeugtechnik ÖVK veranstalteten Symposium betonte Prof.
Winterkorn, dass beim Verbrennungsmotor im vergangenen Jahrzehnt
Effizienzsteigerungen von rund 25 Prozent erzielt worden sind. "Ich
bin mir sicher", sagte der VW-Chef, "in den kommenden zehn Jahren
können wir den Verbrauch um weitere 15 Prozent senken. Die
Direkteinspritzung beim Ottomotor und innovative
Einspritztechnologien beim Dieselmotor ermöglichen Brennverfahren,
deren Potenziale noch lange nicht ausgereizt sind."

Parallel dazu arbeite VW intensiv an der Elektromobilität. Dr.
Winterkorn: "Das größte mittelfristige Potenzial bietet aus meiner
Sicht der Plug-In Hybrid. Er verbindet das beste aus zwei Welten und
bietet damit das, was ein Großteil der Kunden erwartet: Einen
uneingeschränkten verbrennungsmotorischen Aktionsradius, einen
attraktiven elektrischen Aktionsradius im Alltagsbetrieb, keinerlei
Einschränkungen bei Geschwindigkeit, Steigfähigkeit oder
Anhängelasten, ein hohes CO2-Minderungspotenzial und nicht zuletzt
deutlich geringere Anschaffungskosten gegenüber einem
Batteriefahrzeug."

Prof. Winterkorn nutzte das Podium des Wiener Motorensymposiums in
diesem Zusammenhang auch für eine Bekanntgabe: "Ich freue mich, hier
in Wien ankündigen zu können, dass Volkswagen in den Jahren 2013,
2014 und 2015 eine ganze Reihe wichtiger Fahrzeuge mit Plug-In-Hybrid
auf den Markt bringen wird."

Bis zum alltagstauglichen und bezahlbaren "Elektroauto für alle"
sind laut Dr. Winterkorn für die Automobilindustrie noch vier große
Aufgabenpakete zu lösen: Die Weiterentwicklung der Technologie,
insbesondere der Speicherbatterien, der Aufbau einer
flächendeckenden, einheitlichen Infrastruktur, die Herkunft des
Stroms und wettbewerbsfähige Kosten. Dies alles mache die
Elektromobilität zu einer Jahrhundertaufgabe - für die
Automobilindustrie und für den Industriestandort Europa, sagte der
VW-Chef.

Rückfragehinweis:

ÖSTERREICHISCHER VEREIN FÜR KRAFTFAHRZEUGTECHNIK (ÖVK)
A 1010 Wien, Elisabethstraße 26, Telefon: +43/1/585 27 41-0
Internet: www.oevk.at, E mail: info@oevk.at

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OTS0289 2011-05-06 17:36 061736 Mai 11 KFZ0004 0407



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