- 29.04.2011, 11:12:43
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Bayr: Österreichs Energiezukunft ist erneuerbar
Anstieg auf 85 Prozent erneuerbarer Energieträger sind mittelfristig machbar
Wien (OTS/SK) - "Die österreichische Energiezukunft ist
erneuerbar", davon ist auch Petra Bayr, Bereichssprecherin für Umwelt
und Globale Entwicklung überzeugt. Die heute von Greenpeace, vida und
EVN präsentierte IHS-Studie (Energy [R]evolution 2050) belege dies
eindeutig: Bis 2050 sind in Österreich eine Halbierung des
Energieverbrauchs, ein 85-prozentiger Anteil an erneuerbaren
Energieträgern sowie eine Einsparung von mehr als 90 Prozent an
CO2-Emissionen möglich. "Das IHS-Energieszenario rechnet es einfach
vor: Die Energiewende ist umsetzbar, leistbar und belebt den
Arbeitsmarkt. Sie fordert daher auch keinerlei Einbußen an
Lebensqualität für die ÖsterreichInnen - ganz im Gegenteil: Bei
sinkender Umweltbelastung steigt diese sogar. Für niemanden geht es
ums Verzichten, im bewussten und nachhaltigen Leben liegt der
Schlüssel für eine kohlenstoffarme aber zukunftsreiche Erde", so Bayr
am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****
Durch Einsparungen im Verkehr und bei der Heizenergie lässt sich der
Energieverbrauch in den nächsten vier Jahrzehnten beinahe halbieren.
"Dabei ist mir eine thermische Sanierung, die sowohl auf das Klima
als auch auf die soziale Verteilung der Verbesserungen abzielt,
besonders wichtig", präzisiert Bayr ihre Ansprüche an die thermische
Sanierung von Wohnbauten: "Nicht nur BesitzerInnen von Ein- und
Zweifamilienhäusern dürfen in den Genuss der Förderungen der
thermischen Sanierung kommen. Gerade MieterInnen von älteren
Wohnungen leben in klimatisch besonders schlechten Rahmenbedingungen
aufgrund von undichten Fenstern, schlecht isolierten Wänden und
Dächern und mit alten, nicht effizienten Heizungen", weiß Bayr um die
Lebensumstände vieler Menschen in Österreich. Gerade hier muss die
Unterstützung der thermischen Sanierung ansetzen und es dürfen nach
Überzeugung der Umweltsprecherin nicht nur Zuschüsse gewährt werden,
sondern es sind auch Kreditmodelle zu entwickeln, die sich auch
Menschen ohne große finanzielle Rücklagen leisten können. Auch sollen
Fernwärmeanschlüsse endlich über die Instrumentarien der thermischen
Sanierung förderbar werden.
Ein rund 85-prozentiger Anteil an erneuerbaren Energieträgern ist
laut Studie bis 2050 realistisch. Die Nutzung fossiler Energien
beschränkt sich dann lediglich auf einen Restanteil in der Industrie
und teilweise im Verkehr. "Österreich muss so schnell wie möglich aus
dem umweltbelastenden und riskanten Geschäft mit atomarer und
fossiler Energie aussteigen", macht die Umweltsprecherin noch ein Mal
ihren Standpunkt klar. Unabdingbar dazu ist einerseits der Stopp von
Atomstromimporten nach Österreich, andererseits klare gesetzliche
Regelungen für die effiziente Nutzung von Energie: "Das Sparen von
Energie ist unser größtes potentielles Kraftwerk. Neben dem Einsatz
auf europäischer Ebene, dass das 20-Prozent-Ziel für Energieeffizienz
endlich auch verbindlich wird, ist die Beschlussfassung eines
österreichischen Energieeffizienzgesetzes unumgänglich", ist Bayr von
den dringend notwendigen nächsten politischen Schritten überzeugt,
für die die SPÖ sich einsetzt.
Für die Einleitung der Energiewende braucht es laut Studie neben
einem verstärkten Ausbau des öffentlichen Verkehrs in erster Linie
auch eine Ökologisierung des Steuersystems. "Die SPÖ hat sich in
einem einstimmig beim letzten Bundesparteitag beschlossenem
Leitantrag dazu eindeutig bekannt. Ich bin zuversichtlich, dass noch
in dieser Legislaturperiode die Diskussion in diese Richtung begonnen
werden wird. Wir haben keine Zeit zu verlieren, die Weichen in die
Richtung zu stellen, die Energiewende wirklich einzuleiten", so Bayr
abschließend.
Passend zu vielen in der Studie angesprochenen Fragen und Forderungen
ist auf ein aktuelles 10-Punkte-Programm der Umweltsprecherin der SPÖ
hinzuweisen, das auf
www.petrabayr.at/parlament/fakten-und-positionen/ zu finden ist.
(Schluss) up/ele
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum
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