- 26.04.2011, 12:40:03
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Pflegemisere: FPÖ bittet Gewerkschaften um Unterstützung
Hofer: Wir benötigen eine Gesundheitsreform, um Langzeitpflege nachhaltig zu finanzieren
Wien (OTS) - Heute haben sich die heimischen Gewerkschaften mit
lauter Kritik an den Einsparungsmaßnahmen in der von der SPÖ
regierten Steiermark zu Wort gemeldet. Wolfgang Katzian betonte, dass
kranke und pflegebedürftige Menschen nicht die Zeche für den Schaden
bezahlen sollen, den Spekulanten angerichtet haben.
FPÖ-Vizeparteiobmann NAbg. Norbert Hofer ersucht daher Wolfgang
Katzian persönlich um ein klares Eintreten für eine Wertanpassung des
Pflegegeldes. Hofer: "Wir haben inflationsbedingt beim Pflegegeld
seit Einführung dieser wichtigen Maßnahme für ein selbstbestimmtes
Leben einen Verlust von knapp über 20 Prozent zu verzeichnen. Das
führt dazu, dass immer mehr Menschen sich legale Pflege nicht leisten
können oder auf wenig qualifiziertes Pflegepersonal zurückgreifen,
das von unseriösen Agenturen vermittelt wird. Hier müssen wir
lenkend, nämlich finanzierend und kontrollierend, eingreifen."
Hofer betont, dass Langzeitpflege in Österreich ohne Kürzungen oder
neue Steuereinnahmen finanzierbar sei, wenn die notwendige
Gesundheitsreform nun endlich umgesetzt wird. Die Reibungsverluste im
System durch Finanzierungen aus mehreren Töpfen, fehlendes oder
mangelhaftes Case Management oder durch das Aushungern der
niedergelassenen Ärzte machen jährlich rund 3 Milliarden Euro aus.
Geld, dass im Bereich der Langzeitpflege und im Gesundheitssystem
dringend benötigt wird. Die demographische Entwicklung spricht eine
klare Sprache.
Hofer: "Wir benötigen daher sowohl die Vertreter der Wirtschaft als
auch die Exponenten der Gewerkschaft, um diese Schritte im Parlament
endlich umzusetzen. Der Stillstand muss aufgebrochen werden. Es kann
nicht sein, dass das Parlament handlungsunfähig ist, weil
Landeshauptleute vom Format eines Erwin Pröll ihre eigenen
Bundesparteien aus bekannten Gründen am Nasenring vorführen. Die
Opposition ist bereit, ihre Stimmen für die notwendigen
Verfassungsmehrheiten zur Verfügung zu stellen."
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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