- 19.04.2011, 15:02:24
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FPÖ: Graf: Töchterle soll sein Praxiswissen für echte Reformen nutzen
RFS erwartet endlich Politik im Sinne der Studenten nach der Ära des Aussperrens und Abkassierens
Wien (OTS) - Der Obmann des parlamentarischen
Wissenschaftsausschusses und freiheitliche Wissenschaftssprecher
NAbg. Martin Graf erwartet vom neuen Wissenschaftsminister Karlheinz
Töchterle den Mut zu echten Reformen. "Er kommt aus der Praxis und
kennt die Probleme sicher genauer als seine Vorgänger. Aber er muss
sich auch etwas zutrauen", so Graf. Die beiden jüngsten
Wissenschaftsminister Johannes Hahn und Beatrix Karl hätten nur
versucht, sich möglichst wenig zu bewegen, und das
Wissenschaftsministerium mit einem Wartezimmer für angeblich höhere
Aufgaben verwechselt. "Ich gehe doch davon aus, dass es für einen
Rektor keine höhere Aufgabe geben kann als die Gestaltung von
Wissenschaft, Forschung und Hochschulbildung für unsere jungen
Menschen", so Graf. Zukunftsfähige Politik in diesen Bereichen könne
aber nur mit einer Abkehr von der bisherigen ÖVP-Linie gelingen.
Für besonders dringend hält Graf eine Rückkehr zum freien
Hochschulzugang: "Aufnahmetests, Studieneingangsphasen mit
Knock-out-Charakter - all das sind keine Planungsinstrumente. Die
Matura muss aufgewertet werden, dann aber für ein Studium genügen",
so Graf. Um das freie Lernen an den Unis wieder zu ermöglichen, müsse
in vielen Bereichen auch vom starren und verschulten Bologna-System
abgegangen werden. Zudem sei die studienplatzbezogene Finanzierung
dringend vorzuziehen.
Auch der Spitzenkandidat des RFS für die bevorstehenden ÖH-Wahlen,
Oskar Polak, erwartet vom Töchterle kreativere Lösungen als von
seiner Vorgängerin. "Karl hatte nichts anderes im Sinn, als Studenten
auszusperren und dafür möglichst auch noch abzukassieren. Diese Ära
muss beendet werden", so Polak, der insbesondere auch Erleichterungen
für berufstätige Studenten fordert: "Wir wollen Prüfungstermine in
den Ferien, mehr Lehrveranstaltungen an Wochenenden und Vorlesungen
als Podcast."
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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