OTS0196   14. Apr. 2011, 13:46

Matznetter: Qualität der Ausbildung entscheidend für Zukunftschancen der Jugendlichen

Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband und bfi Wien vermitteln Lehrlinge an Betriebe


Christoph Matznetter, SPÖ-Wirtschaftssprecher und
Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV),
präsentierte heute im Rahmen einer Pressekonferenz eine gemeinsame
Initiative des SWV mit dem Berufsförderungsinstitut Wien (bfi), mit
der Lehrlinge aus der überbetrieblichen Lehrausbildung in Betriebe
vermittelt werden. "Es freut mich ganz besonders, dass wir diese
gemeinsame Initiative starten konnten und damit eine vermittelnde
Funktion zwischen Betrieben und überbetrieblicher Lehrausbildung
übernehmen", sagte Matznetter. ****

Das bfi Wien habe in den letzten Jahren einen großen Beitrag zur
Unterstützung der Betriebe geleistet, die aufgrund der schwierigen
wirtschaftlichen Lage keine Lehrlinge ausbilden konnten. Jetzt, wo
sich die Betriebe wieder zunehmend erholen, können sie auch wieder
mehr Lehrlinge aufnehmen. "Mit unserer Initiative erreichen wir eine
win-win-win-Situation. Das bfi bringt seine Schützlinge auf dem
ersten Arbeitsmarkt unter und hat wieder Platz für neue Lehrlinge,
der Betrieb hat einen engagierten Lehrling mit bereits etwas
Erfahrung, und die Lehrlinge können ihre Erfahrung aus der
überbetrieblichen Ausbildung in der Praxis umsetzen", freut sich
Matznetter.

Das österreichische Modell der Lehrausbildung sei europaweit ein
Vorzeigemodell und habe sich während der Krise bewährt, erklärte der
SPÖ-Wirtschaftssprecher. "Österreich hat es mit der Aufstockung der
Plätze im Rahmen der überbetrieblichen Lehrausbildung geschafft, dass
die Jugendlichen während der Krise, als sich die Unternehmen die
Aufnahme von Lehrlingen nur schwer leisten konnten, nicht auf der
Straße sitzen, sondern eine adäquate Ausbildung machen können.
Insgesamt sind derzeit 10.876 junge Menschen in einer
überbetrieblichen Ausbildung", so Matznetter. Eine qualitativ
hochwertige Ausbildung sei entscheidend für die Zukunftschancen der
Jugendlichen: "Alles, was wir in die Qualität der Ausbildung
investieren, mindert das Risiko von Arbeitslosigkeit."

Allgemein betonte der SPÖ-Wirtschaftssprecher, dass mit der
Lehrlingsausbildung alle weiteren Ausbildungsmöglichkeiten bis zum
tertiären Bereich offen stehen sollen. "Die Durchlässigkeit im
Bildungssystem muss gegeben sein."

Ein wichtiger Meilenstein sei die von Sozialminister Rudolf
Hundstorfer durchgesetzte Ausbildungsgarantie für Jugendliche bis 18
Jahre. "Wir können derzeit allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz
garantieren. Dadurch unterscheiden wir uns stark von anderen
europäischen Staaten", sagte Matznetter. Daher kann der
SPÖ-Wirtschaftssprecher auch dem Vorschlag von Sozialminister
Hundstorfer nach einer Ausbildungspflicht einiges abgewinnen. "Uns
fehlen derzeit pro Jahrgang 10.000 junge Menschen, die nach Abschluss
der Pflichtschule keine weitere Ausbildung machen. Da kann es helfen,
wenn man klar sagt: Niemand soll zurückbleiben und wir rauben keinem
Kind die Zukunft." (Schluss) pl/ah

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0196 2011-04-14 13:46 141346 Apr 11 SPK0006 0398



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