• 10.04.2011, 10:58:49
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50 Jahre WWF: Jubiläum für die Rettung des Planeten Erde

Neues Buch beschreibt Vergangenheit der Umweltorganisation

Wien. (OTS) - Der WWF feiert in knapp zwei Wochen sein 50-jähriges
Bestehen und damit seine zahlreichen Erfolge für einen Planeten, auf
dem Mensch und Tierwelt ihren Platz haben. Die von
Verschwörungstheorien umrankte und bewegte Geschichte der
Umweltorganisation wurde nun in Form eines neuen Werkes
aufgearbeitet. Dem Schweizer Historiker Alexis Schwarzenbach wurden
vom WWF alle Archive geöffnet um Vergangenheit und Gegenwart der
größten Naturschutzorganisation der Welt zu beschreiben. "Die
Geschichte des WWF ist vor allem in der Gründungsphase die Geschichte
einiger Mächtigen des 20. Jahrhunderts und ihrer Liebe zur Natur, die
ihren Einfluss nicht nur für sich selbst sondern auch für die
kommenden Generationen genutzt haben. Heute ist der WWF längst eine
Organisation geworden, die durch die Unterstützung ihrer Spender
Tausende von Projekten weltweit betreiben kann", betont
WWF-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger anlässlich des Jubiläums.
"Aus der Vielfältigkeit unserer Vergangenheit haben sich heute unsere
klaren Grundsätze entwickelt. Wir begrüßen daher das erste Buch, das
sich der Geschichte des WWF widmet", so Aichberger.

Am 29. April 2011 feiert der WWF in Zürich sein 50-jähriges Bestehen
anlässlich der Unterzeichnung des "Morges-Manifests" im Jahr 1961 zum
internationalen Artenschutz durch Persönlichkeiten des öffentlichen
Lebens. Jahrzehnte vor dem Baumsterben, dem Klimawandel, den Gefahren
der Gentechnik und atomaren Super-GAUs definierte der WWF bereits
damals seine Umweltphilosophie. Zu Beginn war der WWF eine sehr
elitäre Organisation von Milliardären, gekrönten Häuptern,
internationalen Stars und Industriekapitänen. Manche von ihnen waren
Großwildjäger wie die Gründungsmitglieder Prinz Philip, Gemahl der
britischen Königin Elizabeth II. oder Prinz Bernhard von den
Niederlanden, der sogar WWF-Präsident wurde. Auch unterstützten
zahlreiche Großindustrielle wie Luc Hoffmann seit Jahrzehnten den
Kampf des WWF zum Artenschutz. "Die kommerzielle Großwildjagd, so wie
sie heute betrieben wird, ist eine der größten Gefahren für Arten wie
den Tiger. Daher setzen wir uns intensiv dagegen ein", so Aichberger.

Der WWF unterstützte in den letzten Jahrzehnten zahlreiche
Organisationen im Kampf um die Rettung von Tieren und ihren
Lebensräumen. Auch Greenpeace bekam vom WWF eine Finanzierung für das
erste Schiff, die "Rainbow Warrior", im Kampf gegen Atomversuche und
die Abschlachtung der Wale. Die Umweltorganisation nahm in den ersten
Jahren seiner Geschichte zur Finanzierung ihrer Arbeit auch Spenden
von Firmen wie Shell. Heute arbeitet der WWF nur noch mit Unternehmen
zusammen, die die WWF-Kriterien erfüllen. Die Mitglieder der WWF
CLIMATE GROUP müssen 15 Prozent ihrer Treibhausgase einsparen. Der
WWF kooperiert heute mit Unternehmen wie IKEA oder Coca Cola, um die
Wirtschaft zu verändern. "Denn ökologisches Denken ist nichts anderes
als ökonomisches Denken - das intelligente Haushalten mit den
begrenzten Ressourcen dieses Planeten", so Aichberger. Schon heute
verbrauchen wir einen halben Planeten zuviel, 2030 werden wir zwei
Planeten brauchen. Schuld daran sind nicht nur die Politik und die
Wirtschaft sondern auch unser eigenes Konsumverhalten. Politisches
Lobbying, Kooperationen mit der Wirtschaft und Bewusstseinsarbeit
sind die Methoden des WWF in seinen Projekten. "Wir sind alle Teil
des Problems und können auch Teil der Lösung werden. Dafür steht und
kämpft der WWF", so Aichberger.

Die tendenziösen und einseitigen Ausssagen im aktuellen profil der
kommenden Woche weist der WWF schärfstens zurück. "Der WWF ist kein
'intriganter Eliteclub' sondern eine Organisation, die ihre Kontakte
zu Politik und Wirtschaft nutzt um diesen Planeten ein Stück besser
zu machen. Dazu gehört es auch die dringenden finanziellen Mittel
aufzutreiben, die Naturschutzprojekte erst möglich machen", so
Aichberger. "Von einem Magazin wie dem profil hätten wir uns nicht
nur Sensationsmache zu längst bekannten Details der WWF-Geschichte
sondern auch eine Würdigung unserer Erfolge erwartet", so Aichberger.
Der WWF kritisiert auch, dass mit dem Autor des WWF-Buches kein
Interview gemacht wurde wie z. B. in der Welt Mobil:
http://m.welt.de/article.do?id=%252Fwissenschaft%252Farticle13112459%
252FEine-Stiftung-fuer-Tiger-Wal-und-Panda-und-fuer-viel-Geld.html.
Der Autor des Buches, Alexis Schwarzenbach, würdigt den WWF, dass er
"so viel Offenheit für den Blick eines Außenstehenden hat". "Ziel des
WWF war es keine Jubelbroschüre seiner Geschichte zu machen sondern
eine wissenschaftliche Darstellung seiner Vergangenheit", so
Aichberger.

Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF, Tel. 0676-83488231, Email: [email protected].

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WWF

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