- 08.04.2011, 14:34:45
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Auer: Zu wenige NaturwissenschaftlerInnen durch zu frühe Selektion mit zehn Jahren
Wien (OTS/SK) - Im Ausschuss für Forschung, Innovation und
Technologie unterstrich der Tiroler Nationalratsabgeordnete Josef
Auer und karenzierte Physikprofessor an der Glasfachschule die von
Hannes Androsch und dem Rektor der TU Wien Skalicky hervorgehobene
bedenkliche Tatsache, dass immer weniger Studentinnen und Studenten
für Naturwissenschaften zu gewinnen sind. Die Ursache dafür liege in
zu früher Selektion und dem damit zusammenhängenden künstlich
aufgebauten Notendruck, durch den "die Grundlagenforschung schon in
der Volksschule verloren geht", so Auer heute, Freitag, gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. ****
"Mit dem natürlichen Forschungsdrang, der Neugierde, dem 'Fehler
machen dürfen', aus Fehlern lernen etc. bringen Kinder alle
Voraussetzungen für ein naturwissenschaftliches Studium im
Erwachsenenalter mit", ist Nationalratsabgeordneter Auer überzeugt.
"In der vierten Klasse der Volksschule werden die Kinder jedoch in
erster Linie anhand des Zeugnisses in verschiedene Schulen
selektiert", so Auer. "Dadurch rückt das Erreichen eines guten
Zeugnisses in den Vordergrund der Volksschulzeit, die Schülerinnen
und Schüler geraten unter enormen Leistungsdruck, der
wissenschaftliche Neugierde und die Bereitschaft zu Versuch und
Irrtum blockiert", erläutert Auer.
"Fällt die viel zu früh angesetzte Selektion weg, können sich Talente
und Potentiale ungehindert entfalten und der Motivation zu
naturwissenschaftlichen Studien steht nichts mehr im Weg", sieht
Josef Auer in der Umsetzung der "gemeinsamen Schule der 10- bis
14-Jährigen" einen unumgänglichen Schritt. Auer erwartet von den
Kolleginnen und Kollegen jener Parteien, die gegen die "gemeinsame
Schule" sind, im Sinne der Zukunft für unsere Schülerinnen und
Schüler sowie des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Österreich
ein Umdenken. (Schluss) mb/bj/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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