- 04.04.2011, 13:49:01
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Haubner: Dürftiger Kompromiss zu Lasten kommender Generationen
Konkrete Maßnahmen statt No-Na-Aussagen - transparentes Pensionskonto, wirksames Bonus-Malus-Modell notwendig
Wien, 04. April 2011 (OTS) - "Als dürftigen Kompromiss und
kleinsten gemeinsamen Nenner zu Lasten der kommenden Generationen"
wertet Wirtschaftsbund-Generalsekretär, Abg.z.NR Peter Haubner den
heutigen Ausgang der Sitzung der Pensionskommission. "Der
Sozialminister und bestimmte Vertreter in der Kommission spielen mit
dem Pensionssystem auf unverantwortliche Weise Ping-Pong - keiner
will offensichtlich Überbringer einer schlechten Nachricht sein.
Dabei ist längst klar: Ohne weitere Eingriffe in das Pensionssystem
werden wir den zu enormen Finanzierungsaufwand nicht bewältigen
können. Daher muss - anders, als so manche unverbesserliche
Pensionsromantiker meinen - rasch gehandelt werden. Denn je später
die Eingriffe erfolgen, desto restriktiver werden sie sein müssen",
so Haubner.
Die Pensionskommission dürfe in Zukunft jedenfalls nicht mehr als
politisches Feigenblatt benutzt werden. "Wenn sich der Sozialminister
vor konkreten Maßnahmen fürchtet, schiebt er das Thema - freilich auf
gesetzlicher Grundlage - weiter in die Pensionskommission. Denn damit
ist klar: ein konkretes Ergebnis wird es nicht geben". Daher müsse
die Zusammensetzung der Kommission verändert werden. "Statt einer
politischen Pensionskommission benötigen wir einen kleineren,
schlagkräftigen und vor allem unabhängigen Experten-Rat", so Haubner
weiter.
Für den Wirtschaftsbund-Generalsekretär ist darüber hinaus klar: Es
müssen über die "dürftigen No-Na-Aussagen der Kommission" hinaus
endlich notwendige und akzentuierte Schritte gesetzt werden. Dazu
zähle die Abschaffung sämtlicher Frühpensionsarten mit Ausnahme der
Invaliditätspension. Gleichzeitig müsse ein neues, transparentes
Pensionskonto etabliert werden, das auf einem klar nachvollziehbaren
und wirksamen Bonus-Malus-Modell beruhe. "Die Anreize müssen
diametral verändert werden. Abschläge müssen weiter erhöht und im
Gegenzug ein Prämiensystem für längeres Arbeiten eingeführt werden",
so der Wirtschaftsbund-Generalsekretär abschließend.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Wirtschaftsbund, Bundesleitung/Presse
Tel.: +43 (0)1 505 47 96 - 30
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