• 22.03.2011, 12:24:29
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FPÖ-Unterreiner: MAK soll wieder zur ruhmreichen Tradition zurückkehren

Das Museum für angewandte Kunst soll wieder ein Museum für Kunsthandwerk werden

Wien (OTS) - "In meiner Presseaussendung vom 17. März habe ich
festgestellt, dass hohe Beamte des Ministeriums für Unterricht, Kunst
und Kultur hinter vorgehaltener Hand behaupten, Peter Noever habe für
die Gestaltung des Büros von Bundesministerin Claudia Schmied ein
Honorar in Höhe von 100.000 Euro erhalten. Nach dem Studium von zwei
parlamentarischen Anfragen aus der vorigen Gesetzgebungsperiode (in
der ich noch nicht Abgeordnete war), die auf diese und ähnliche
Vorwürfe eingehen, stelle ich nun fest, dass die kolportierten Zahlen
sich offensichtlich nicht auf ein Honorar für Peter Noever beziehen,
sondern 'lediglich' die Kosten der Einrichtung für das
Ministerinnenbüro beziffern. In der Beantwortung der Anfragen wird
der Verdacht, Noever habe für seine beratende Tätigkeit ein Honorar
bekommen, seitens des Ministeriums verneint", stellt die
kulturpolitische Sprecherin der FPÖ, NAbg. Heidemarie Unterreiner,
fest.

"Aus den mir nun vorliegenden parlamentarischen Anfragen geht
deutlich hervor, welche Firmen für welche Leistungen bei der
Gestaltung des Ministerinnenbüros Zahlungen erhalten haben. Rechnet
man die in den Anfragen genannten Beträge zusammen, ergibt sich
ungefähr die Summe von 100.000 Euro. Auch wenn es kein Honorar für
Peter Noever gegeben haben soll, mutet es doch eigenartig an, wenn in
wirtschaftlich angespannten Zeiten derartig stolze Beträge für die
neue Einrichtung eines Ministerbüros Verwendung gefunden haben",
stellt Unterreiner fest.

"Die jüngst ans Licht der Öffentlichkeit geratenen Machenschaften
Peter Noevers, der daraufhin seinen "Rücktritt" kundtat, lassen
leider die Vermutung entstehen, dass Noever sich durch sein
persönliches Engagement bei der Gestaltung des Ministerbüros Vorteile
verschaffen wollte. Die Verlängerung eines Vertrages als Direktor des
MAK wäre damals allemal als Motivation geeignet gewesen. Ich bin
überzeugt davon, dass es im Interesse der Frau Ministerin ist, alles,
was die Zusammenarbeit mit Noever angeht offen darzulegen", sagt die
freiheitliche Kultursprecherin.

"Das MAK ist eben kein beliebiges Museum für moderne Kunst. Es ist
ein Hort kunsthandwerklicher Kunst. Leider hat Noever hier der Frau
Ministerin "Sand in die Augen gestreut" und Schmied verkennt immer
noch dessen Stellenwert, wenn Sie Noever`s künstlerische Leistung als
"großartig" verteidigt. Noever's Tätigkeit war für das MAK verlorene
Zeit und deswegen kann man nur hoffen, dass die zukünftige Leitung
des Museums für angewandte Kunst zu seinem ureigensten Auftrag
zurückkehrt", so Unterreiner abschließend.

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
   mailto:[email protected]
   
   http://www.fpoe-parlamentsklub.at
   http://www.fpoe.at

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