- 17.03.2011, 13:07:32
- /
- OTS0205 OTW0205
FPÖ-Unterreiner: Peter Noever durfte sehr sanft landen
Bundesministerin Claudia Schmied verteidigt weiterhin Noevers künstlerische Leistungen
Wien (OTS) - "Sehr aufschlussreich waren die Ausführungen von
Bundesministerin Claudia Schmied im gestrigen Kulturausschuss
hinsichtlich des zurückgetretenen Direktors des Museums für
Angewandte Kunst (MAK) Peter Noever. Claudia Schmied ließ zwar
erkennen, dass sie tatsächlich von ihrem guten Freund Noever
menschlich sehr enttäuscht sei, führte aber im Gegenzug vor, wie es
der SPÖ gelingt, dass ihr nahestehende Kulturmanager bei
strafrechtlich relevanten Machenschaften noch rechtzeitig den Hals
aus der Schlinge ziehen können", berichtet die Kultursprecherin der
Freiheitlichen, NAbg. Mag. Heidemarie Unterreiner.
"Am 23. Februar hat Noever seinen Rücktritt sowohl bei der Ministerin
als auch beim Kuratorium des MAK schriftlich eingereicht. Er hat also
nicht gekündigt und dürfte mit Blick auf seine Abfertigung sehr klug
agiert haben. Auch haben die Ministerin und das Kuratorium des MAK es
unterlassen, Noever fristlos zu kündigen, was bei der Schwere der
Vorwürfe eigentlich eine Selbstverständlichkeit hätte sein müssen.
Mit seiner Selbstanzeige und dem Hinterlegen von 220.000 Euro, also
dem Zeigen 'tätiger Reue', bevor die Anzeige des MAK-Anwalts bei der
Staatsanwaltschaft eingelangt war, hat Noever die wichtigsten
Schritte gesetzt, um einer strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen",
führt Unterreiner aus.
Jedenfalls werde sich Claudia Schmied noch dazu äußern müssen,
welchen Betrag Noever wirklich für die Gestaltung ihres Büros am
Minoritenplatz erhalten habe. Hohe Beamte des Ministeriums für
Unterricht, Kunst und Kultur sprächen hinter vorgehaltener Hand von
100.000 Euro, die Noever für seine Leistungen als persönlicher
Designer der Frau Bundesminister erhalten haben soll. Hier sei
Aufklärungsbedarf gegeben und müsse die Ministerin in ihrem eigenen
Interesse nun für Transparenz sorgen, hält Heidemarie Unterreiner
fest.
"Bezeichnend war im gestrigen Kulturausschuss, dass Claudia Schmied
die künstlerische Arbeit Noevers vollinhaltlich verteidigte. Das
Hofieren des Kinderschänders Otto Muehl nach dessen Haftentlassung
und die die kommunistische Diktatur in Nordkorea glorifizierende
Ausstellung im MAK - beides Großtaten Peter Noevers - dürften also
auch dem Weltbild der Ministerin entsprechen. Obwohl ich Schmied
glaube, dass sie tatsächlich von Noever persönlich und menschlich
enttäuscht ist, wird die SPÖ dafür sorgen, dass er sehr sanft landet.
Frei nach Qualtinger würde ich sagen: 'Die Genossen werden es schon
richten, das gehört ja zu ihren Pflichten'", so Heidemarie
Unterreiner abschließend.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FPK






