• 15.03.2011, 13:50:25
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Fürntrath-Moretti: Selbstverpflichtung des Bundes wichtige Symbolik

Quotenregelung für Privatwirtschaft abzulehnen - Unternehmen sollen nach Qualifikation entscheiden können

Wien, 15. März 2011 (OTS) - Als legitimen Schritt im Sinne einer
Sensibilisierung für die stärkere Einbeziehung von Frauen bezeichnet
die Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft im Wirtschaftsbund,
Agb.z.NR Adelheid Fürntrath-Moretti, die heutige Regierungseinigung
über die Selbstverpflichtung des Bundes zur Steigerung des Anteils
von Frauen in Aufsichtsräten staatsnaher Betriebe. "Es ist eine
wichtige Symbolik, wenn staatsnahe Unternehmen eine Vorbildfunktion
im Bereich der stärkeren Einbeziehung von kompetenten Frauen in
Aufsichtsratspositionen übernehmen. Denn es ist generell
wünschenswert und erstrebenswert, dass mehr dafür geeignete Frauen in
Aufsichtsräte kommen", betont Fürntrath-Moretti.

Für die Privatwirtschaft sei eine Regelung mittels verpflichtender
Quote allerdings abzulehnen, da die Entscheidung über Einstellung von
Mitarbeiter/innen den jeweiligen Unternehmen selbst überlassen werden
müsse. "Hier kann und darf es nicht in erster Linie um das
Geschlecht, sondern es muss um die Qualifikation gehen", so
Fürntrath-Moretti weiter.

Besonders wichtig sei es, Frauen von Anfang an zu fördern, ihnen das
notwendige Rüstzeug in die Hände zu geben und dadurch deren Chancen
auf einen beruflichen Aufstieg zu verbessern, wie dies etwa das
Programm "Zukunft-Frauen" der Frau in der Wirtschaft zum Ziel habe.
"Zwang wird keinen Paradigmenwechsel bewirken können", zeigt sich
Fürntrath-Moretti überzeugt. Das belege auch das Beispiel Norwegen,
wo die gesetzliche Quote zwar erfüllt werde, "aber nur durch einige
wenige Frauen, die Mehrfachpositionen innehaben".

Generell verweist Fürntrath-Moretti darauf, dass in Österreich im
Bereich der Unternehmensneugründungen 2010 Frauen bereits einen
Anteil von 40 Prozent stellten. "Insgesamt sind 39 Prozent der
österreichischen Betriebe in Frauenhänden. Das zeigt, dass Frauen in
der Wirtschaft auch ohne Zwang Verantwortung übernehmen können", so
Fürntrath-Moretti abschließend.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Wirtschaftsbund, Bundesleitung/Presse
Tel.: +43 (0)1 505 47 96 - 30
mailto:[email protected]
http://www.wirtschaftsbund.at

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