- 07.03.2011, 12:17:02
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GPA-djp-Fetik: "Armut macht krank - Frauen brauchen gesunde Arbeitsbedingungen!"
Mindestlohn von 1300 Euro, Anerkennung von psychischen Erkrankungen als Berufskrankheit
Wien (OTS) - (GPA-djp/ÖGB) "100 Jahre Frauentag sind leider kein
Anlass zum Jubeln", betont die Frauenvorsitzende der Gewerkschaft der
Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Ilse
Fetik. Auch wenn das intensive Bemühen, für die Gleichberechtigung
von Frauen zu sorgen, natürlich auch viele Erfolge gebracht habe,
seien manche der vor hundert Jahren gestellten Forderungen noch heute
aktuell: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - die Einkommensschere
beweist uns, dass der Handlungsbedarf in Österreich immer noch
riesengroß ist", so Fetik. Die seit Anfang März verpflichtende
Einkommenstransparenz sei ein Schritt in die richtige Richtung, dem
noch viele folgen müssten: "Die GPA-djp fordert ein Mindesteinkommen
von 1300 Euro, wie wir es in einigen Branchen leider noch immer nicht
erreicht haben."++++
Berufstätige Frauen sind zudem zahlreichen gesundheitlichen
Belastungen ausgesetzt, erklärt Fetik, warum die GPA-djp das Jubiläum
100 Jahre Frauentag dem Thema Gesundheit am Arbeitsplatz widmen. "Im
Bemühen um den Ausbau der betrieblichen Gesundheitsvorsorge ist schon
einiges gelungen, dieses Thema bleibt auf unserer Agenda aber ganz
oben", so Fetik, eine zentrale Forderung sei die Anerkennung von
psychischen Erkrankungen als Berufskrankheit: "Stress, niedrige
Einkommen und Mehrfachbelastungen, wie der Haushalt und die
Kinderbetreuung, die viele berufstätige Frauen miterledigen, sind nur
einige der Faktoren, die Auswirkungen auf Körper und Psyche haben.
Burn-out ist längst keine Manager-Krankheit mehr." Das Karenzgeld neu
oder auch die Kampagne "Echte Männer gehen in Karenz" von Ministerin
Heinisch-Hosek seien begrüßenswerte Initiativen, es brauche aber vor
allem auch einen Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, damit die
Vereinbarkeit von Beruf und Familie den Frauen weniger Stress mache,
so Fetik abschließend: "Es gibt noch viel zu tun! Wir werden auch die
nächsten 100 Jahre keine Ruhe geben, wenn es um die
Gleichberechtigung von Frauen geht."
Rückfragehinweis:
Litsa Kalaitzis Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier Pressesprecherin Alfred-Dallinger-Platz 1 1034 Wien Tel.: 05 0301-21553 Mobil.: +43 676 817 111 553 Email: [email protected] Internet: www.gpa-djp.at
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