- 03.03.2011, 12:08:09
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FPÖ-Karlsböck: Brustkrebs-Posse geht in die nächste Runde
Stöger wirft die Geldvernichtungsmaschine an
Wien (OTS) - "Kurz vor dem 100. Internationalen Frauentag
bereichert Österreichs Gesundheitsminister, die Diskussion über eine
Neuorientierung der Brustkrebsvorsorge, um einen Schildbürgerstreich
der Sonderklasse", berichtet der freiheitliche Ärztesprecher NAbg.
Dr. Andreas Karlsböck. Offenbar arbeite man im Gesundheitsministerium
mit allen Kräften daran, eine Verbesserung dieser wichtigen
Vorsorgeuntersuchung für Frauen zu verhindern, so Karlsböck.
So habe der Herr Bundesminister höchstpersönlich eine internationale
Expertenrunde nach Wien eingeladen, um im Rahmen des
Radiologenkongresses eine Neuausrichtung des Mamascreenings zu
erörtern, erinnerte Karlsböck daran, dass Seitens des Ministeriums
geplant sei, die derzeit 290 Brustkrebsvorsorge-Einrichtungen auf 20
zusammen zu streichen. Wenig überraschend, sei dieses internationale
medizinische Expertengremium, unter Beisein der Österreichischen
Ärztekammer, des Hauptverbandes und des ÖBIG, zum Schluss gekommen,
dass es sehr wohl notwendig sei Röntgen- und
Ultraschall-Untersuchungen gleichzeitig und sofort beim Screening zum
Einsatz kommen zu lassen, fasste Karlsböck zusammen.
Weiters hätten sich die internationalen Experten dafür ausgesprochen,
Frauen zwischen 45 und 75 in das Programm einzubeziehen, wenn
erforderlich Ultraschall im Rahme der ersten und einzigen
Untersuchung einzusetzen und damit neuerliche Anreisen in 99% der
Fälle zu vermeiden, berichtete Karlsböck. Die Ärzte hätten im
Gegenzug sehr umfangreiche qualitätssichernde Auflagen akzeptiert.
Ein Ergebnis, welches dem Herrn Bundesminister nicht zu gefallen
scheine, so Karlsböck, denn sonst wäre es nicht notwendig, das Stöger
einen Tag später, um viel Geld, das HTA Health Technologie
Assessment-Institut beauftrage, Studien zu besorgen und auszuwerten,
die sich mit diesem Themenbereich beschäftigen. "Hier wird wieder
einmal sinnlos Steuergeld verpulvert", kritisierte Karlsböck, der
eine parlamentarische Anfrage dazu ankündigte. Skurril auch, so
Karlsböck, dass das beauftragte Institut eine Frist bis Ende
September für diese Untersuchung erhalten habe, während der Minister
bis Juni eine Entscheidung zum Brustkrebsscreening erwarte.
Prinzipiell, so Karlsböck, sei die Diskussion um eine Verbesserung
der Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen zu begrüßen. Was sich aber hier
hinter den Kulissen abspiele, sei Schilda pur. "Österreich braucht
ein Brustkrebsscreening und wir müssen die Fallzahlen erhöhen",
betonte Karlsböck. Schließlich sei jede neunte Frau in Österreich
betroffen, warnte Karlsböck. Der am Kongress erzielte Konsens, wonach
qualifizierte und zertifizierte Radiologen-Praxen, mit einer
jährlichen Fallzahl von mehr als 2.000 Mammographien, geeignet seien
diese Untersuchungen durchzuführen, sei durchaus ein gutes Ergebnis,
so Karlsböck. Damit seien auch die von Stöger angedachten 20
staatlichen Zentren unnötig, da die niedergelassenen Radiologen die
Arbeit schneller, effizienter und letztendlich auch billiger
erledigen könnten, so Karlsböck, der dem Minister vorwarf aus
ideologischen Gründen die Gesundheit der österreichischen Frauen zu
gefährden. "Stoppen Sie Ihre Wahnsinnsprogramm, Herr Minister",
schloss Karlsböck.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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