- 01.03.2011, 09:57:00
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Nationalrat - Binder-Maier zu Obsorge: Für maßgeschneiderte Lösungen im Sinne von Müttern, Vätern und vor allem der Kinder
Gegen automatische gemeinsame Obsorge - "Harmonie kann nicht verordnet werden"
Wien (OTS/SK) - SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier hat
sich heute, Dienstag, im Parlament gegen eine automatische gemeinsame
Obsorge ausgesprochen. "Zuwendung und Harmonie können nicht verordnet
werden", so Binder-Maier, für die klar ist: "Wir brauchen
maßgeschneiderte Lösungen im Sinne der Mütter, Väter und vor allem
der Kinder". Um zu solchen maßgeschneiderten Lösungen in Scheidungs-
und Trennungsfällen zu kommen, brauche es auch ausreichende
personelle und finanzielle Ressourcen, so der Appell der
SPÖ-Abgeordneten an die Justizministerin. ****
Verordnete Harmonie würde zu noch mehr Problemen führen, so
Binder-Maier, die betonte, dass dies "einen Rückschritt im
Familienrecht bedeuten würde, denn diese automatische Obsorge hatten
wir schon einmal". Außerdem gebe es zu diesem gesamten Themenbereich
kein ausreichendes Zahlen- und Datenmaterial. Man müsse getrennt über
Obsorge, Besuchsregelungen und über Unterhalt diskutieren,
bekräftigte die SPÖ-Familiensprecherin.
Die SPÖ steht für ein "modernes Familienrecht, das kein Flick- und
Detailwerk sein dürfe. Wir brauchen maßgeschneiderte sowie gute und
gerechte Lösungen, die den Bedürfnissen der Eltern entgegenkommen und
die auch die berechtigten Ansprüche der Kinder berücksichtigen".
Zudem brauche es u.a. verkürzte Verfahren, verbindliche
Besuchsregelungen sowie ausreichende Begleitungen in Trennungsphasen
und verpflichtende Elternberatung vor allem bei strittigen
Scheidungen, so Binder-Maier. (Schluss) mb/ah/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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