• 23.02.2011, 13:26:59
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Kuntzl: Bessere Planbarkeit für Universitäten und mehr Information für Studierende

Novelle des Universitätsgesetzes im Wissenschaftsausschuss beschlossen

Wien (OTS/SK) - Die Maßnahmen in Richtung mehr Planbarkeit und die
bessere Information von Studierenden, die in der Novelle des
Universitätsgesetzes vorgesehen sind, wurden heute, Mittwoch, von
SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl im Wissenschaftsausschuss
positiv beurteilt. "Die Novelle stellt sicher, dass Studierende
weiterhin ihr Wunschstudium beginnen können. Sie löst jedoch nicht
alle Probleme der Universitäten. Generell benötigt der
Hochschulsektor mehr öffentliche Mittel und ein Offensivprogramm, um
höhere Bildung für breite Bevölkerungsschichten zu ermöglichen", so
Kuntzl, die betonte, dass die SPÖ im Vergleich zum ursprünglichen
Entwurf viele Verbesserungen für Studierende erreicht hat. ****

Durch die Novelle erhalten Studierende eine bessere Grundlage für die
Studienauswahl. Bereits vor dem Studium müssen sie eine
verpflichtende Studienberatung in Anspruch nehmen. "Auch das
Wissenschaftsministerium soll hier bereits Schülerinnen und Schülern
Unterlagen offensiv zur Verfügung stellen. Für die verpflichtende
Beratung müssen entsprechende Ressourcen zur Verfügung stehen", so
Kuntzl.

Für die Universitäten wurde durch die Einführung einer Voranmeldung
zum Studium die Planbarkeit verbessert. Künftige Studierende müssen
sich bis 31. August für das Wintersemester und bis 31. Jänner für das
Sommersemester für ein gewähltes Studium anmelden. "Die Voranmeldung
stellt sicher, dass sich Universitäten rechtzeitig auf die Nachfrage
einstellen und ihr Angebot dementsprechend anpassen können", betonte
die SPÖ-Wissenschaftssprecherin.

Die in der Novelle neugestaltete Studieneingangsphase bringt
insgesamt mehr Verbindlichkeit. Innerhalb eines Semesters soll den
Studierenden ein Überblick über wesentliche Inhalte des Studiums
gegeben werden. "Die Studieneingangsphase soll den Studierenden
weiterhin zu Klärung dienen, ob die Entscheidung für ein gewähltes
Studium die richtige war", strich Kuntzl hervor. "Sie ist ein Teil
des Studiums und besteht aus mehreren Prüfungen. Im Anschluss ist
sichergestellt, dass alle, die die Studieneingangsphase positiv
absolviert haben, weiterstudieren können."

"Der Vergleich zu anderen OECD-Staaten zeigt, dass Österreich nicht
nur eine unterdurchschnittliche Absolventenquote, sondern auch eine
vergleichsweise geringe Zahl von Studienanfängern hat. Die Novelle
stellt sicher, dass Studierende besser informiert werden und es zu
keiner Reduktion der Studienplätze kommt", so Kuntzl. Bewusst sei
auch eine Befristung und Evaluierung der Regelung vorgesehen, um in
der Folge die Auswirkungen diskutieren zu können. (Schluss) mb/sas/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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