- 11.02.2011, 10:37:10
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ÖGJ: Lehrstellenfonds statt Unternehmensförderung
Bisheriges System der Lehrstellenförderung spektakulär gescheitert
Wien (OTS/ÖGB) - "Dass Minister Reinhold Mitterlehner den
Praxistest ausgesetzt hat, ist nicht das Problem. Das Problem ist das
gesamte System der Lehrstellenförderung, die spektakulär gescheitert
ist. 2008 wurden von WKÖ-Präsidenten Christoph Leitl 5.000 neue
Lehrplätze versprochen. Dieses Versprechen wurde nie eingehalten,
heute gibt es weniger betriebliche Lehrplätze als damals", kritisiert
Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). Nun
müsse ein Ausbildungsfonds eingerichtet werden, in den die
Ausbildungsverweigerer unter den Unternehmen einzahlen. "Das ist bei
manchen Firmen leider die einzige Möglichkeit, sie an der Ausbildung
der so dringend gebrauchten Fachkräfte zu beteiligen."++++
Der Praxistest war zur Qualitätsüberprüfung der Betriebe und zur
Sicherstellung der Qualität in der Ausbildung gedacht. Immerhin
bekamen die Betriebe 3.000 Euro pro erfolgreichem Lehrling -
zusätzlich zur normalen Lehrstellenförderung.
"Nun muss ein Ausbildungsfonds geschaffen werden, in den Betriebe
einzahlen, die nicht ausbilden, obwohl sie es könnten, und aus dem
Betriebe, die ordentlich und qualitativ hochwertig ausbilden
Förderungen erhalten", fordert Michlmayr: "Die Unternehmer warnen
immer vor Fachkräftemangel, aber wenn es darum geht, die ExpertInnen
der Zukunft auszubilden, geht in vielen Firmen nichts weiter."
Rückfragehinweis:
ÖGB Öffentlichkeitsarbeit
Florian Kräftner
(01)53 444-39 264
[email protected]
www.facebook.at/fairteilen
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