Becher: Wohnen und Bauen unter ökologischen Gesichtspunkten ist notwendig
Wohnbauförderung ist entscheidendes Instrument für die Wohnbaupolitik
Wien (OTS/SK) - "Die heutige Enquete über "Zukunftsinvestitionen
in Umwelt, Bauen und Wohnen" im Parlament hat die Wichtigkeit dieses
Themas klar aufgezeigt", erklärte SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher
am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Und weiter: "Es zeigte
aber auch, dass im Nationalrat intensiv an den verschiedensten Themen
im Bereich Bauen, Wohnen und zu umweltpolitischen Fragen gearbeitet
wird, was nach außen hin nicht immer so sichtbar ist." ****
Nachdem die Entwicklung des Wohnbaus schon immer zeitabhängige
Wertigkeiten mit sozialen, städtebaulichen oder bautechnischen
Zielvorgaben kannte, rückte im letzten Jahrzehnt immer mehr der
Umweltgedanke ins Zentrum des modernen Wohnbaus.
"Um die Balance zwischen sozialem Wohn- und Städtebau sowie
ökologisch notwendigen Maßnahmen zu erreichen, ist das Instrument der
Wohnbauförderung immer noch dafür am besten geeignet", erläuterte
Becher. "Umso erfreulicher ist es, dass praktisch sämtliche
PolitikerInnen und ExpertInnen fordern, dass es keine
Zweckentfremdung und Streichung der Wohnbauförderung geben darf und
dass Neubau und Sanierung nicht gegeneinander ausgespielt werden
dürfen. Sanierungsmaßnahmen dürfen also nicht zu Lasten des Neubaus
gehen", so Becher.
Die Vorsitzende des Bautenausschusses des Nationalrates betonte
weiters die wichtige Funktion des staatlich geförderten Wohnbaus,
nachdem rund 70 Prozent des neuen Wohnbaus mit
Wohnbauförderungsmittel errichtet wurden und leistbares Wohnen ein
wichtiger Bestandteil sozialer Sicherheit ist.
"Unbestritten sind auch die ökonomischen Effekte, die Schaffung und
Sicherung von Arbeitsplätzen, und der Beitrag zur Erreichung der
Kyoto-Ziele. Immerhin sind bereits mehr als zwei Drittel der
gemeinnützigen und Gemeindewohnungen thermisch saniert und benötigen
nur mehr die Hälfte ihres vorherigen Energieverbrauchs", argumentiert
Becher.
Das österreichische Fördersystem wurde inzwischen um ökologische
Kriterien erweitert. Daher ist auch keine Änderung des geltenden
Wohnrechts notwendig, um energiesparende Investitionen zu
ermöglichen. "74 Prozent aller Gebäude in Österreich sind Ein- und
Zweifamilienhäuser und unterliegen ohnehin nicht dem Wohnrecht,
sondern dem Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch", ergänzte Becher.
Die SPÖ-Wohnbausprecherin zeigte sich davon überzeugt, dass es für
die Wohnbaupolitik der nächsten Jahre entscheidend sein wird, dass
weiterhin eine ausreichende Anzahl von qualitativ hochwertigen
Wohnungen bereit gestellt wird, damit Wohnen auch künftig leistbar
ist. Vor allem für die Menschen, die darin wohnen. "Soziale Aspekte,
Wirtschaftlichkeit und Umweltgedanken schließen sich im Wohnbau nicht
aus, sondern ergänzen sich", schloss die SPÖ-Wohnbausprecherin.
(Schluss) mo/mp
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