OTS0103   28. Jan. 2011, 11:06

FPÖ: Deimek: Karls instabiles Drei-Säulen-Modell dünnt akademischen Nachwuchs weiter aus

Wirtschaft braucht mehr Techniker und Naturwissenschafter


"Die Universitäten sind nicht in der Lage, den Mangel
an Technikern und Naturwissenschaftern auszugleichen, obwohl derzeit
geburtenstärkere Jahrgänge die Matura ablegen oder schon studieren",
erklärt der freiheitliche Technologiesprecher NAbg. Gerhard Deimek
und fragt: "Wer soll die Zukunftstechnologien entwickeln, wenn wir
kein geeignetes Personal haben? Wann werden uns Indien und China
überholen, weil Wissenschaftsministerin Karl sich einbunkert?"

Anstatt die Unis besser auszustatten, falle Karl nichts Besseres ein,
als den Zugang zu begrenzen und Jugendliche vom Studium abzuhalten.
"Zusätzlich nimmt sie noch Geld in die Hand um es in
MINT-Werbeeinschaltungen mit eigenem Konterfei zu stecken statt in
die Ausstattung der Unis", kritisiert Deimek.

Der letzte Kraftakt einer überforderten und fantasielosen
Ressortchefin vor der Kapitulation vor den Tatsachen sei die
Präsentation eines Drei-Säulen-Modells zur Uni-Finanzierung durch die
Studenten: "Dagegen ist die Akropolis ein stabiler, moderner Hochbau.
Zum Bejubeln mussten nicht nur Parteisoldaten ausrücken, sondern auch
der CV. Doch sogar die schwarze AG hält das für Unfug. Anstatt
möglichst vielen ein Studium zu ermöglichen, wird durch dieses
Belastungspaket der Mittelstand endgültig vom Studium ausgeschlossen"

Die Ministerin solle daher endlich ihre Hausaufgaben erledigen, damit
Geld in die Kassa komme: Evaluierung und Anpassung der Personalkosten
an den Unis, Reduktion des Verwaltungsaufwands, Kontrolle der
Lehrverpflichtungen, Evaluierung der Qualität der angebotenen
Leistungen, Produktselektion durch Ausmisten bei mehrfach angebotenen
Studien, Standortselektion der Universitäten, Verpflichtung zu
Einrichtung von Online-Studien - "Das sind die Maßnahmen, mit denen
Mittel eingespart werden können - wesentlich mehr, als man den
Studenten abknöpfen kann", so Deimek.

Offenbar glaube die Ministerin, allein mit Studiengebühren die Unis
finanzieren zu können. "Zu diesem Zweck lässt sie regelmäßig
irgendwelche Phantasiesummen kursieren, die angeblich durch
Studienbeiträge zu lukrieren sind. Scheinbar hält sie es mit Darabos
nach dem Motto: Nur die Zahl, die ich selbst vorgegeben habe, ist die
Richtige." Deimek kündigt eine parlamentarische Anfrage, um die
Berechnungen des Wissenschaftsministeriums zu überprüfen. "Fakt ist,
dass keine Zeit mehr für sinnlose Zahlenspielereien ist. Karl
entwickelt sich immer mehr zur mutlosen
Wissensverhinderungsministerin, sie soll Mut sammeln und mit ihrer
Arbeit beginnen, um wieder ausreichend Absolventen für die Wirtschaft
zu bekommen", fordert der FPÖ-Technologiesprecher.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0103 2011-01-28 11:06 281106 Jän 11 FPK0009 0373



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