• 25.01.2011, 14:40:48
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"Österreich 2020"-SPÖ-Klubenquete - Pendl, Hakel, Maier: Mit Chancen und Risiken sozialer Netzwerke auseinandersetzen

Wien (OTS/SK) - "Die Herausforderungen sozialer Netzwerke" -
dieses Thema, das seit Wochen die Titelseiten in Print- und
Online-Medien bestimmt, stand heute, Dienstag, im Rahmen einer
"Österreich 2020"-Klubenquete zur Diskussion. "Weltweit nutzen rund
600 Millionen Menschen Facebook, allein in Österreich gibt es ca. 2,2
Millionen Facebook-Nutzer. Soziale Netzwerke wie Facebook bringen
Vorteile, aber bergen auch eine Menge an Risiken, die Trennung von
Privatsphäre und Öffentlichkeit betreffend. Damit muss sich die
Politik auseinandersetzen", so SPÖ-Sicherheitssprecher Otto Pendl in
seinen Begrüßungsworten zur Enquete. ****

Referenten am Podium waren Bernhard Jungwirth, Geschäftsführer des
Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation, Jana
Herwig, Universitätsassistentin am Institut für Theater-, Film- und
Medienwissenschaft der Universität Wien, SPÖ-Creative
Industries-Sprecherin, Elisabeth Hakel, SPÖ-Konsumentenschutzsprecher
Johann Maier sowie Oberst Wolfgang Krammer vom Landeskriminalamt der
Bundespolizeidirektion Wien.

Hakel: Selbstbestimmter Zugang für alle Internetnutzer wichtig

Die Internetnutzung von Politikerinnen und Politikern sowie Parteien
analysierte SPÖ-Abgeordnete Elisabeth Hakel anhand des
Internetauftritts der SPÖ, ihres eigenen Beispiels und anhand der
slowakischen Partei "Sloboda a Solidarita", die 2009 gegründet wurde,
sich ausschließlich online vernetzt und mobilisiert und 14 Monate
nach Gründung drittstärkste politische Kraft in der Slowakei wurde.
Die SPÖ ist im Social Media Ranking als einzige politische Partei
unter den Top 100, betont Hakel. Sie selbst, so Hakel, kommuniziert
politische Botschaften vor allem via Facebook
(facebook.com/elisabethhakel), um sie mit anderen Usern zu
diskutieren. Die vielen Rückmeldungen zu ihrer Tätigkeit, speziell
auch in ihrem politischen Heimatbezirk Liezen, bestätigen ihren
Ansatz. "In Social Networks gibt es zwei Grundregeln: Agiere
authentisch und kommuniziere kurz und konkret", so Hakel. Neben
Facebook agiert sie auch auf Twitter, Youtube und Co. "Wichtig ist
ein selbstbestimmter Zugang zu den Netzwerken, Jugendliche auf die
Gefahren hinweisen und sich gut überlegen, wie und was man
kommunizieren möchte", so Hakel.

Maier fordert "Charta der digitalen Rechte"

SPÖ-Konsumentenschutzsprecher und Datenschutzratvorsitzender Johann
Maier nannte als die großen Herausforderungen, denen sich die
aktuelle Politik auf nationaler und EU-Ebene stellen muss, den Mangel
an Transparenz und Rechtmäßigkeit bei Datenverwendung und die
undurchsichtigen, unleserlichen Nutzungsbedingungen in sozialen
Netzwerken. "Neben dem fehlenden Schutz der Privatsphäre müssen wir
aber auch die zunehmenden Sicherheitsprobleme diskutieren", so Maier.
In diesem Zusammenhang verweist Maier auf die aktuellen Vorschläge
der Europäischen Kommission, die bereits 2009 Maßnahmen zum Schutz
der Privatsphäre gefordert hat.

"Am Ende muss herauskommen, dass Nutzer von Web 2.0-Plattformen ein
Ablaufdatum für ihre persönliche Daten haben müssen und die
Möglichkeit, diese selbst vollständig löschen zu können", so Maier.
Neben der Datenschutzmenge müssen, so Maier, vor allem die
urheberrechtlichen Konfliktfälle geklärt und die Schleichwerbung in
sozialen Netzwerken abgestellt werden. In seinen Schlussfolgerungen
fordert Maier eine "Charta der digitalen Rechte" der Nutzer, wo neben
datenschutzrechtlichen Bestimmungen auch eindeutige Konsumentenrechte
formuliert sind. "In der digitalen Welt muss es starke
Konsumentenrechte geben, die nicht nur national, sondern auch global
anerkannt und durchgesetzt werden. Das Motto gegenüber allen sozialen
Netzwerken 'Dem Betreiber alle Rechte - dem Nutzer bleibt das
Schlechte' muss endlich der Vergangenheit angehören", so Maier.
(Schluss) mb/sl

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

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