• 20.01.2011, 11:03:33
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ÖGB-Oberhauser: Einkommen müssen Existenz sichern

Mindesteinkommen muss auf 1.300 Euro angehoben werden.

Wien (OTS/ÖGB) - "Vom Arbeitseinkommen muss man auch leben
können", fordert ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser noch mehr
Anstrengungen, der Armut und der Armutsgefährdung in Österreich
endlich ein Ende zu setzen. Laut heute veröffentlichten EU-Silc 2009
der Statistik Austria sind in Österreich rund eine Million Menschen
armutsgefährdet oder arm. Viele davon, obwohl sie einer Arbeit
nachgehen.++++

"Dass die Krise in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern nicht
zu einer Explosion der Arbeitslosigkeit geführt hat, lässt zwar
hoffen, aber ist gleichzeitig Auftrag für zusätzliche Anstrengungen",
so Oberhauser. Die ÖGB-Vizepräsidentin fordert daher, dass die
Mindesteinkommen auf 1.300 Euro angehoben werden. In einer Reihe von
Kollektivverträgen wurde dies in den vergangen Monaten bereits
erreicht. Oberhauser lehnt den Vorschlag der Grünen, ein
Mindeslohngesetz zu schaffen, ab und meint: "Die Mindestlöhne müssen
auch in Zukunft maßgeschneidert von den Sozialpartnern ausgehandelt
und in Kollektivverträgen festgeschrieben werden. Eine
branchenübergreifende, gesetzliche Regelung könnte im schlimmsten
Fall sogar zu sinkenden Einkommen führen."

"Immer mehr Menschen werden in ein atypisches
Beschäftigungsverhältnis gedrängt. Alle Branchen sind davon
betroffen, nicht nur die klassischen Bereiche wie Call-Center und
Austräger von Werbematerial. So gibt es bereits
Steuerberatungskanzleien mit lauter Ein-Personen-Gesellschaften oder
Friseursalons, die praktisch den Friseurstuhl an
Ein-Personen-Unternehmen vermieten", kritisiert Oberhauser.(ff)

Rückfragehinweis:
ÖGB-Presse
Franz Fischill
Tel. 0664/814 63 11
[email protected]

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