- 17.01.2011, 16:27:13
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FP-Hübner: Orbans kulturpolitische Maßnahmen sind allemal nachvollziehbar
Kulturpolitik wird maßgeblich von Weltanschauungen getragen
Wien (OTS) - "Mit großem Interesse verfolge ich die von Ungarns
rechtskonservativer Fidesz-Regierung veranlaßten tiefgreifenden
Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Bevor sich
links-linke und liberale Künstler, oder Personen, die sich aus nicht
nachvollziehbaren Gründen für solche halten, hysterisch über Viktor
Orbans Kulturpolitik alterieren, sollten sie sich einmal ansehen, mit
welch ideologisch motivierter Rücksichtslosigkeit ihre ?GenossInnen?
in ganz Europa seit Jahrzehnten agieren", stellt der europapolitische
Sprecher der FPÖ, NAbg. Dr. Johannes Hübner, anläßlich der jüngsten
Aufregungen um Personaländerungen in Ungarns Kulturinstitutionen
fest.
Die Linke habe in unseren Breiten spätestens seit 1968 erkannt,
welche metapolitische Bedeutung die Kunst habe. Wer, wenn nicht der
Erfolg der 68er-Bewegung, mache deutlich, daß kontinuierliche -
jahrzehntelange - Arbeit maßgeblich auf die Gesellschaft und die in
ihr vertretenen Positionen Einfluß nehmen könne. Welche
künstlerischen Richtungen forciert werden würden - sei es in der
Literatur, sei es in der bildenden Kunst, sei es in der darstellenden
Kunst - sei wesentlich von ideologischen Absichten bestimmt. Es gehe
um die Vermittlung eines bestimmten Weltbildes, um die Vermittlung
oder Demontage konkreter Werte und somit auch um die Vorherrschaft
der Deutung sowie die Hoheit über die Begriffe und deren Inhalt,
analysiert Hübner.
"Man braucht sich doch nur die Kulturpolitik hierzulande ansehen.
Erinnern wir uns an Helmut Zilks legendäre Wiener Kulturstadträtin
Ursula Pasterk, die maßgeblich an der Bestellung Claus Peymanns zum
Burgtheaterdirektor beteiligt war und völlig unverhohlen die Kunst
als das ?Ideologie-Ressort? bezeichnete. Werfen wir einen Blick auf
das Volkstheater, wo für jedermann gut sichtlich ein roter Stern
signalisiert, daß in diesem Haus der Wind aus der links-linken Ecke
pfeift. Nehmen wir die Kunst- und Kulturberichte aus dem Ministerium
der SPÖ-Ministerin Claudia Schmied zur Hand. Wer da aller am
Subventionstropf hängt, mit Reise- und Forschungsstipendien über
viele Jahre hinweg durchgefüttert wird, fällt - wenn überhaupt - nur
durch eines auf: Hasstiraden gegen die Freiheitlichen", legt Hübner
die österreichische Situation dar.
"Wie bei Ungarns neuen Mediengesetzen kann ich auch in Viktor Orbans
Kulturpolitik nichts erkennen, was nicht im Rahmen eines
demokratischen Rechtsstaates legitim ist. Die von der
rechtskonservativen Fidesz-Regierung gesetzten kulturpolitischen
Impulse wünsche ich mir auch für die Zeit nach der nächsten
Nationalratswahl, wenn die FPÖ stimmenstärkste Partei geworden ist.
Ein Volkstheaterdirektor Michael Schottenberg, der sich nicht nur
äußerlich sondern auch wirtschaftlich am Staatssozialismus orientiert
- das haben die katastrophalen Zahlen des jüngsten
Rechnungshofberichtes deutlich gemacht -, wird sich vielleicht neue
berufliche Herausforderungen suchen dürfen. Ein - von vielen
Kulturschaffenden anscheinend verinnerlichter - Ausspruch des großen
Poeten und Staatsratsvorsitzenden der verblichenen "DDR" wird dann
für Österreich sicher nicht mehr gelten: "Den Sozialismus in seinem
Lauf halten weder Ochs noch Esel auf?..", kündigte Hübner
abschließend an.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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