OTS0096   22. Dez. 2010, 11:37

Nationalrat - Hakel zu Kreativwirtschaftsbericht: Nicht alles Gold, was glänzt

Kreativwirtschaftsbericht zeichnet kritisches Bild bei Unternehmerinnen


Im Rahmen der Budgetdebatte hat Elisabeth Hakel,
SPÖ-Bereichssprecherin für Kreativwirtschaft, den aktuellen
Kreativwirtschaftsbericht zur Sprache gebracht. "Der Kreativsektor
ist besser aufgestellt als die Gesamtwirtschaft. Das ist schön zu
hören. Eine starke Kreativwirtschaft sichert auch in Zukunft den
Wirtschaftsstandort Österreich und das ist auch im Sinne der
Sozialdemokratie", so die SPÖ-Abgeordnete. Sie fordert längerfristige
Förderungssicherheit, um Entwicklungsperspektiven zu garantieren.
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Doch der Bericht zeigt auch Probleme auf: So spielt die Verhinderung
oder Beendigung von Arbeitslosigkeit bei Unternehmerinnen
vergleichsweise häufiger eine Rolle bei Unternehmensgründung als im
Durchschnitt. Die genannten Zahlen wurden dem Bericht entnommen.
Demnach sei die Behauptung der Wirtschaftskammer, dass der Schritt in
die Selbstständigkeit aus reiner Freude und Freiwilligkeit geschieht,
"ein Schlag ins Gesicht vieler prekär arbeitender
Ein-Personen-Unternehmen", Hakel.

Auch werden beispielsweise immer noch drei Viertel aller Unternehmen
männlich geführt. Angesichts dieser Fakten sei es, so Hakel, höchst
an der Zeit, dass Wirtschaftsminister Mitterlehner die "Genderbrille
aufsetzt und über verstärkte Frauenförderung auch im EVOLVE-Programm
(Programm zur Förderung der Kreativwirtschaft) diskutiert." (Schluss)
sa/mb/up

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0096 2010-12-22 11:37 221137 Dez 10 SPK0004 0193



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